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Google-Mitarbeiter rebellieren: Über 900 fordern Trennung von US-Einwanderungsbehörden

Mehr als 900 Google-Mitarbeiter haben einen offenen Brief unterzeichnet und fordern das Unternehmen auf, seine Geschäftsbeziehungen zu den US-Einwanderungsbehörden ICE und CBP offenzulegen und zu beenden. Die Mitarbeiter kritisieren die Beteiligung von Go

Google-Mitarbeiter rebellieren: Über 900 fordern Trennung von US-Einwanderungsbehörden

Mehr als 900 Google-Mitarbeiter haben in einem offenen Brief scharfe Kritik an der Zusammenarbeit ihres Arbeitgebers mit US-Einwanderungsbehörden geübt. Der Brief richtet sich gegen die Geschäftsbeziehungen zu ICE (Immigration and Customs Enforcement) und CBP (Customs and Border Protection) und fordert vollständige Transparenz über bestehende Verträge. Die Unterzeichner zeigen sich "entsetzt über die Gewalt" und "schockiert" über Googles Rolle dabei.

Konkrete Vorwürfe gegen Google

Die Mitarbeiter führen in ihrem Schreiben mehrere Fälle an, in denen Google-Technologie zur Unterstützung der Einwanderungsbehörden genutzt wird. Google Cloud soll die Überwachungsaktivitäten der CBP unterstützen und das ImmigrationOS-System von Palantir antreiben, das von ICE eingesetzt wird. Zudem komme die generative künstliche Intelligenz von Google bei der CBP zum Einsatz. Der Brief nennt auch konkrete Todesfälle durch ICE-Maßnahmen an Keith Porter, Renee Good und Alex Pretti als Auslöser für die Initiative.

Forderungen an die Unternehmensführung

Die Google-Mitarbeiter stellen vier zentrale Forderungen an die Konzernleitung: Erstens soll Google die Gefahr anerkennen, der Mitarbeiter durch ICE ausgesetzt sind. Zweitens fordern sie eine interne Notfall-Fragerunde zu den Verträgen mit dem Heimatschutzministerium und dem Militär. Drittens verlangen sie konkrete Sicherheitsmaßnahmen wie flexible Homeoffice-Regelungen und Unterstützung bei Einwanderungsfragen. Viertens sollen alle Verbindungen zu den Regierungsbehörden offengelegt werden.

Berufung auf eigene Führungskräfte

Bemerkenswert ist, dass die Mitarbeiter sich in ihrem Brief auf einen Social-Media-Post von Jeff Dean berufen, dem Chef-Wissenschaftler von Google. Dean hatte Anfang Januar geschrieben: "Wir alle tragen eine kollektive Verantwortung, unsere Stimme zu erheben und nicht zu schweigen, wenn wir Ereignisse wie die der letzten Woche sehen." Diese Aussage nutzen die Unterzeichner als Argument für ihr eigenes Engagement.

Teil einer breiteren Tech-Bewegung

Der Google-Brief reiht sich in eine wachsende Protestbewegung in der Technologiebranche ein. Bereits zwei Wochen zuvor hatten Mitarbeiter von Amazon, Spotify, Meta und weiteren Unternehmen einen ähnlichen Brief verfasst. Darin forderten sie, dass ICE "aus unseren Städten" verschwinden solle. Der Druck auf die CEOs der Tech-Konzerne, sich gegen die Einwanderungsbehörden zu positionieren, nimmt damit weiter zu.

Keine Stellungnahme von Google

Google hat auf eine Anfrage von CNBC zur Stellungnahme zunächst nicht reagiert. Die Alphabet-Tochter steht damit vor der Herausforderung, zwischen lukrativen Regierungsaufträgen und den ethischen Bedenken ihrer hochqualifizierten Mitarbeiter abzuwägen. Für Anleger stellt sich die Frage, wie sich dieser interne Konflikt auf die Geschäftsbeziehungen zu US-Behörden und die Unternehmenskultur auswirken wird.

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