Google bestellt drei Millionen KI-Chips bei Intel für 2028
Der Tech-Gigant soll mehr als drei Millionen Tensor Processing Units beim angeschlagenen Chiphersteller geordert haben.

Google hat Berichten zufolge mehr als drei Millionen Tensor Processing Units (TPUs) bei Intel bestellt. Die Produktion soll im Jahr 2028 anlaufen, wie das Nachrichtenportal The Information am Montag unter Berufung auf Personen mit direkter Kenntnis der Gespräche berichtete. Der Auftrag stammt von der Google-Muttergesellschaft Alphabet und könnte für Intel einen bedeutenden Schritt in der KI-Chip-Fertigung darstellen.
Tensor Processing Units sind spezialisierte Prozessoren, die Google für das Training und den Betrieb seiner KI-Modelle entwickelt hat. Mit einem Auftrag in dieser Größenordnung würde Intel eine wichtige Rolle in Googles KI-Infrastruktur übernehmen – ein Bereich, der in den vergangenen Jahren vor allem von Nvidia dominiert wurde.
Nvidia prüft ebenfalls Intel-Technologie
Laut dem Bericht untersucht auch Nvidia, ob Intels Fertigungstechnologie in der Lage ist, einen Prozessor herzustellen, der vier Grafikchips in einer einzigen Einheit kombiniert. Einen konkreten Auftrag hat Nvidia bei Intel jedoch noch nicht erteilt. Die Nachricht allein reichte dennoch aus, um die Fantasie der Anleger zu beflügeln.
Die Intel-Aktie reagierte am Montag mit einem deutlichen Kurssprung: Im vorbörslichen Handel legte das Papier um mehr als 13 Prozent zu. Für den lange unter Druck stehenden Chiphersteller wäre eine solche Großbestellung ein wichtiges Signal, dass seine Fertigungskapazitäten im hart umkämpften KI-Markt wettbewerbsfähig sind.
Auch Tesla setzt auf Intels nächste Fertigungsgeneration
Bereits im April hatte Tesla-CEO Elon Musk angekündigt, dass der Elektroautohersteller Intels 14A-Fertigungsprozess der nächsten Generation für die Herstellung eigener Chips nutzen will. Konkret soll dieser Prozess im Rahmen von Musks sogenanntem Terafab-Projekt zum Einsatz kommen. Musk beschrieb das Projekt als einen fortschrittlichen KI-Chip-Komplex in Austin, Texas.
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Zur AktienanalyseDie Häufung solcher Meldungen rund um Intels Auftragsfertigung zeigt, dass der Konzern zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu anderen Chip-Foundries wahrgenommen wird. Intel versucht seit Jahren, sein Foundry-Geschäft – also die Fertigung von Chips für externe Kunden – auszubauen und damit in direkte Konkurrenz zu Branchenführern wie TSMC zu treten.
Für Anleger bleibt die Frage, ob die gemeldeten Aufträge tatsächlich zu einer nachhaltigen Trendwende bei Intel führen. Die Produktion der Google-Chips ist erst für 2028 geplant, und bis dahin muss Intel beweisen, dass seine Fertigungsprozesse zuverlässig und konkurrenzfähig sind. Der vorbörsliche Kursanstieg von über 13 Prozent spiegelt die hohen Erwartungen wider, die der Markt mit diesen Berichten verbindet.


