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Goldpreis steigt auf Zwei-Wochen-Hoch dank US-Iran-Friedenshoffnungen

Optimismus über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran beflügelt den Goldpreis auf ein Zwei-Wochen-Hoch.

Goldpreis steigt auf Zwei-Wochen-Hoch dank US-Iran-Friedenshoffnungen

Gold setzt seine Erholungsbewegung fort und markierte am Donnerstag ein Zwei-Wochen-Hoch. Der Spot-Goldpreis stieg in den frühen Handelsstunden um 1,4 % auf über 4.750 US-Dollar pro Unze. Damit knüpft das Edelmetall an einen Anstieg von 3 % aus der vorangegangenen Sitzung an.

Auch die US-Gold-Futures zogen mit und wurden in New York bei rund 4.770 US-Dollar pro Unze gehandelt. Auslöser der Rallye sind Berichte, wonach der Iran ein von der US-Regierung vorgeschlagenes Abkommen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten prüft.

Der seit zehn Wochen andauernde Konflikt hatte zuvor lebenswichtige Energielieferungen durch die Straße von Hormus unterbrochen. Dies schürte Inflationsängste weltweit und zwang Zentralbanken dazu, ihre geldpolitischen Lockerungszyklen auszusetzen — ein Umfeld, das den Druck auf unverzinste Anlagen wie Gold erhöhte. Während des Krieges war der Goldpreis um rund 10 % gefallen.

Märkte reagieren breit auf Friedenshoffnungen

Die Hoffnung auf ein Ende des Nahost-Konflikts beflügelte am Mittwoch nicht nur Gold, sondern die Märkte insgesamt. Die meisten Rohstoffe verzeichneten deutliche Gewinne, während sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq neue Rekordhochs erreichten. Der US-Vorschlag wird von Marktteilnehmern als ein Schritt in die richtige Richtung gewertet.

Einige Marktbeobachter sehen in einem potenziellen Friedensabkommen sogar das Potenzial, Gold auf neue Allzeithochs zu treiben. Philippe Gijsels, Chief Strategy Officer bei BNP Paribas Fortis, erklärte gegenüber CNBC, dass er eine Fortsetzung des säkularen Bullenmarktes erwartet, die Edelmetalle „in nicht allzu ferner Zukunft, potenziell noch in diesem Jahr, auf neue Allzeithochs" treiben werde. Die Bank hatte zuvor Preise von bis zu 6.000 US-Dollar pro Unze als realistisch bezeichnet.

Ross Norman, CEO der Edelmetall-Website Metals Daily, brachte die aktuelle Stimmung treffend auf den Punkt: „Ein Friedensabkommen würde darauf hindeuten, dass dieser Rückenwind nachlässt, und genau das beobachten wir gerade. Es ist, als ob bei Gold und Silber die Handbremse gelöst worden wäre", sagte er in einem Interview mit CNBC.

Analysten mahnen zur Vorsicht

Trotz des Optimismus warnen einige Experten vor voreiligen Schlüssen. Strategen von TD Securities, darunter Ryan McKay, schrieben in einer Notiz an Bloomberg: „Wir geben zu bedenken, dass diese Schlagzeilen extrem anfällig für eine Umkehrung bleiben, da die Forderungen der USA und des Irans im Vergleich zu früheren Vorschlägen scheinbar unverändert sind."

Zusätzlich rücken in naher Zukunft wichtige US-Wirtschaftsdaten in den Fokus, die Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve liefern könnten. Die Präsidenten der Fed-Niederlassungen in Chicago und St. Louis haben bereits gewarnt, dass die Inflation weiterhin über dem Zielwert von 2 % liegt — was darauf hindeutet, dass eine Zinssenkung möglicherweise noch auf sich warten lassen muss. Für Gold als unverzinstes Edelmetall bleibt das Zinsumfeld damit ein entscheidender Einflussfaktor.

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