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Goldpreis steigt auf 5.052 Dollar nach schwachen US-Einzelhandelsdaten

Edelmetalle profitieren von Konjunktursorgen - Arbeitsmarktbericht könnte weitere Impulse liefern

Goldpreis steigt auf 5.052 Dollar nach schwachen US-Einzelhandelsdaten

Der Goldpreis hat am Mittwoch im asiatischen Handel deutlich zugelegt und stieg um 0,6 Prozent auf 5.052,11 Dollar je Feinunze. Auslöser der Aufwärtsbewegung waren enttäuschende US-Einzelhandelsdaten, die Sorgen über eine Abkühlung der weltgrößten Volkswirtschaft schüren. Die April-Futures kletterten sogar um 0,9 Prozent auf 5.076,40 Dollar.

Trotz der jüngsten Gewinne notiert Gold noch immer rund 600 Dollar unter seinen Rekordhochs von Ende Januar. Seitdem zeigen sich die Edelmetallmärkte volatil und haben Schwierigkeiten, nachhaltig Boden gutzumachen. Auch die Unsicherheit über geopolitische Spannungen im Nahen Osten belastet die Nachfrage nach dem klassischen sicheren Hafen.

Silber legte deutlicher zu und verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 82,14 Dollar je Unze. Platin verzeichnete mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 2.130,63 Dollar den stärksten Anstieg unter den Edelmetallen.

Einzelhandelsdaten enttäuschen Erwartungen

Die am Dienstag veröffentlichten US-Einzelhandelsumsätze für Dezember fielen schwächer aus als von Analysten erwartet. Dies deutet darauf hin, dass sich die Konsumausgaben angesichts hartnäckiger Inflation und zunehmendem Druck auf den Arbeitsmarkt abschwächen. Experten der ANZ Bank kommentierten, dass spekulative Positionen mittlerweile weitgehend aus dem Markt bereinigt seien.

"Händler suchen nach dem nächsten Katalysator für einen weiteren Aufwärtsschub. Schwache Wirtschaftsdaten in den USA lösten einige Käufe aus", so die ANZ-Analysten. Sie hatten zuvor darauf hingewiesen, dass die jüngste Goldrallye durch Sorgen gebremst wurde, das Metall sei "zu stark und zu schnell" gestiegen.

Arbeitsmarktbericht im Fokus

Alle Augen richten sich nun auf die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls), die im Laufe des Mittwochs veröffentlicht werden. Diese Daten dürften entscheidende Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft liefern. Anzeichen einer anhaltenden Schwäche am Arbeitsmarkt würden die Erwartungen auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve verstärken.

Niedrigere Zinsen kommen typischerweise unverzinsten Vermögenswerten wie Gold zugute. Der Dollar-Index fiel am Mittwoch um 0,2 Prozent und weitete damit seine Verluste vom Wochenbeginn aus. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach.

Allerdings herrscht Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der Fed, nachdem Präsident Donald Trump Kevin Warsh als nächsten Fed-Vorsitzenden nominiert hatte. Warsh gilt als weniger expansiv eingestellt - eine Einschätzung, die seit Ende Januar zu deutlichen Verlusten an den Metallmärkten beigetragen hatte.

Inflationsdaten am Freitag erwartet

Neben den Arbeitsmarktdaten stehen am Freitag die Verbraucherpreisdaten auf der Agenda. Die Entwicklung von Arbeitsmarkt und Inflation sind die beiden zentralen Faktoren, an denen sich die Federal Reserve bei ihren Zinsentscheidungen orientiert. Eine schwächere Wirtschaftsentwicklung könnte die Notenbank dazu bewegen, die Zinsen zur Stützung des Wachstums weiter zu senken.

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