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Goldpreis rutscht unter 5.000 Dollar – Silber bricht drastisch ein

Edelmetalle verlieren deutlich an Wert inmitten anhaltender Unsicherheit über die künftige US-Zinspolitik der Federal Reserve.

Goldpreis rutscht unter 5.000 Dollar – Silber bricht drastisch ein

Die Edelmetallmärkte stehen am Montag unter erheblichem Verkaufsdruck. Gold fiel im asiatischen Handel unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze, während Silber mit einem Minus von fast 3 Prozent besonders stark nachgab. Der Spot-Goldpreis sank um 1,2 Prozent auf 4.982,10 Dollar, die Gold-Futures für April verloren 0,9 Prozent auf 5.001,76 Dollar.

Silber erwischte es am härtesten: Der Preis brach um nahezu 3 Prozent auf 75,45 Dollar pro Unze ein. Auch Platin musste Federn lassen und gab um 1 Prozent auf 2.047,25 Dollar nach. Die Handelsvolumina fielen wegen Feiertagen in China, Südkorea und den USA vergleichsweise gering aus.

Die Verluste kommen zu einer Zeit anhaltender Unsicherheit über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Am Freitag veröffentlichte Verbraucherpreisdaten für Januar zeigten ein gemischtes Bild: Während die Gesamtinflationsrate leicht zurückging, entsprach die Kernrate den Markterwartungen. Der US-Dollar stabilisierte sich daraufhin im asiatischen Handel.

Warsh-Nominierung belastet Edelmetalle

Bereits Ende Januar hatten die Edelmetalle deutlich an Wert verloren, nachdem US-Präsident Donald Trump Kevin Warsh als künftigen Fed-Vorsitzenden nominiert hatte. Warsh gilt als weniger "taubenhafte" Wahl im Vergleich zum amtierenden Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet. Die Märkte befürchten, dass sich die geldpolitischen Bedingungen in den USA unter Warsh nicht wesentlich lockern werden.

"Die Aufmerksamkeit des Marktes verlagert sich allmählich auf die potenziellen Auswirkungen von Zöllen, die sich in den Wirtschafts- und Inflationsdaten noch nicht vollständig niedergeschlagen haben", erklären Analysten der ANZ Bank. Zudem blieben Zweifel an der künftigen Glaubwürdigkeit der Fed bestehen. Trotz der aktuellen Schwäche bleibe die langfristige Einschätzung für Gold weitgehend positiv.

Fed-Protokoll im Fokus

In dieser Woche richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf weitere Konjunkturdaten aus den USA. Am Mittwoch veröffentlicht die Federal Reserve das Protokoll ihrer Januar-Sitzung, das mehr Aufschluss über die Zinspläne der Zentralbank geben dürfte. Besonders gespannt sind Investoren angesichts des bevorstehenden Führungswechsels an der Fed-Spitze.

Zudem werden die Daten zum PCE-Preisindex für Dezember erwartet – der bevorzugte Inflationsindikator der Fed. Diese Kennzahl dürfte maßgeblich in den langfristigen Zinsausblick der Notenbank einfließen. Darüber hinaus stehen Zahlen zum Außenhandel und zur Industrieproduktion auf der Agenda.

Trotz der aktuellen Verluste konnten Gold und Silber einen Teil der Gewinne aus der Vorwoche halten. Käufe bei Kursrücksetzern, eine zeitweise Dollarschwäche sowie verschärfte Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatten die Metallpreise gestützt. Dennoch notieren beide Edelmetalle weiterhin deutlich unter ihren Höchstständen von Ende Januar und zeigen seit Wochen eine hohe Volatilität.

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