Goldpreis nahe 11-Wochen-Tief: Iran-Israel-Waffenruhe und US-Inflationsdaten im Fokus
Nachlassende Spannungen im Nahen Osten und bevorstehende US-Verbraucherpreisdaten bestimmen die Richtung am Goldmarkt.

Die Goldpreise zeigten sich am Dienstag im asiatischen Handel kaum verändert und verharrten nahe einem Elf-Wochen-Tief. Der Spot-Goldpreis notierte um 02:33 Uhr ET (06:33 Uhr GMT) um 0,1 Prozent höher bei 4.333,40 US-Dollar pro Unze. Die US-Gold-Futures für August gaben leicht um 0,1 Prozent auf 4.358,82 US-Dollar pro Unze nach.
Bereits in der vorangegangenen Handelssitzung war das Edelmetall auf den niedrigsten Stand seit dem 23. März gefallen, konnte die Verluste jedoch später wieder wettmachen und schloss weitgehend unverändert. Auslöser für den jüngsten Preisdruck waren die in der vergangenen Woche veröffentlichten, stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Diese untermauerten die Erwartungen, dass die Federal Reserve die Zinssätze länger auf einem hohen Niveau belassen könnte.
Waffenruhe zwischen Iran und Israel entlastet die Märkte
Die Marktstimmung verbesserte sich merklich, nachdem der Iran und Israel vereinbart hatten, die Angriffe nach einem erneuten Aufflammen der Spannungen am Wochenende einzustellen. US-Präsident Donald Trump erklärte am Montagabend, dass die USA kurz davor stünden, einen „vollständigen Sieg" im Iran-Krieg zu verkünden, und dass die Ölpreise wahrscheinlich stark fallen würden.
Trotz seines Rufs als sicherer Hafen hatte Gold während eines Großteils des Golfkonflikts zu kämpfen. Die Auswirkungen des Krieges auf die Rohölmärkte schufen dabei eine ungewöhnliche Dynamik für das Edelmetall: Höhere Ölpreise schürten die Sorge, dass die energiegetriebene Inflation auf einem hohen Niveau bleiben könnte. Dies veranlasste Anleger, ihre Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen der Fed zurückzuschrauben, was wiederum die Renditen von Staatsanleihen und den US-Dollar nach oben trieb und die Attraktivität unverzinster Anlagen wie Gold verringerte.
Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 70 Prozent für eine Zinserhöhung der Fed bis Dezember ein. Der US-Dollar-Index sank am Dienstag um 0,2 Prozent, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung noch ein Zweimonatshoch erreicht hatte.
US-Inflationsdaten als nächster Richtungsweiser
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Zur AktienanalyseDer Fokus der Anleger richtet sich nun auf die anstehenden US-Verbraucherpreisdaten am Mittwoch sowie die Erzeugerpreisdaten am Donnerstag. Diese Daten könnten Aufschluss darüber geben, ob die jüngste Erholung der Ölpreise zu einem breiteren Preisdruck geführt hat – und damit entscheidende Hinweise auf den künftigen Zinskurs der Federal Reserve liefern.
Auch die anderen Edelmetalle zeigten sich am Dienstag leicht erholt. Die Silberpreise stiegen um 0,4 Prozent auf 68,42 US-Dollar pro Unze, während Platin um 0,3 Prozent auf 1.767,60 US-Dollar pro Unze zulegte. Am Industriemetallmarkt kletterten die Benchmark-Kupfer-Futures an der London Metal Exchange um 0,4 Prozent auf 13.666,13 US-Dollar pro Tonne. Die US-Kupfer-Futures legten um 0,5 Prozent auf 6,37 US-Dollar pro Pfund zu.


