Goldpreis fällt unter 5.000 Dollar – Schwacher Dollar stützt weiter
Edelmetall verliert 2,5 Prozent seit Wochenbeginn, Markt konsolidiert nach Januar-Volatilität

Der Goldpreis ist mit deutlichen Verlusten in die Handelswoche gestartet. Bis zur ersten Hälfte der Dienstagssitzung verzeichnete das Edelmetall ein Minus von rund 2,5 Prozent und fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar je Unze. Damit machte Gold die kräftige Erholung vom Freitag vollständig zunichte.
Zu Beginn des Montags notierte XAU/USD noch um die 5.000-Dollar-Marke und stieg kurzzeitig darüber, bevor der Kurs im weiteren Verlauf nachgab. Die Verluste weiteten sich am Dienstag aus, während US-Händler an die Märkte zurückkehrten und China feiertagsbedingt geschlossen blieb. Angesichts wichtiger Wirtschaftsdaten gegen Ende der Woche erwarten Analysten eher eine Seitwärtsbewegung als eine klare Trendentwicklung.
Der Markt befindet sich offenbar im Konsolidierungsmodus, nachdem die Volatilität Ende Januar stark zugenommen hatte. Die geringe Liquidität aufgrund der Feiertage in China macht es schwer einzuschätzen, ob genügend Verkaufsdruck vorhanden ist, um die Preise weiter zu drücken, oder ob Schnäppchenjäger angesichts der erneuten Dollar-Schwäche wieder einsteigen werden.
Debatte um Trendwende
Händler diskutieren intensiv, ob der Ausverkauf Ende Januar einen bedeutenden Höchststand für Gold markierte. Zwar haben Kursrückgänge in den vergangenen Wochen Käufer angelockt, doch die Preise bleiben deutlich unter den Extremwerten des Vormonats. Dies lässt die Tür für weitere kurzfristige Schwäche offen, da Anleger Safe-Haven-Positionen auflösen und Gewinne mitnehmen, solange die Preise historisch hoch sind.
Aus makroökonomischer Sicht verlieren einige der Treiber, die Gold zu Jahresbeginn nach oben getrieben haben, an Dynamik. Während die Käufe der Zentralbanken weiterhin stützend wirken – die People's Bank of China hat ihre Goldreserven den fünfzehnten Monat in Folge aufgestockt – hat sich das Narrativ rund um die US-Geldpolitik verschoben.
Zu Beginn des Jahres profitierte Gold von der Erwartung aggressiver US-Zinssenkungen. Dieser Ton änderte sich, nachdem Präsident Donald Trump Kevin Warsh als nächsten Fed-Vorsitzenden nominierte – ein Schritt, den die Märkte als relativ restriktiv interpretierten. Seitdem fielen die US-Daten gemischt aus: Einem überraschend starken Arbeitsmarktbericht folgten in der vergangenen Woche schwächere Verbraucherpreisdaten, was den Ausblick für die US-Zinsen trübt.
Dollar und Öl als Einflussfaktoren
Bisher konnte der US-Dollar nicht wirklich von der restriktiven Neubewertung profitieren. Sollte der Greenback jedoch an Stärke gewinnen, dürfte dies als Gegenwind für Edelmetalle wirken. Die Ölpreise sind ein weiteres wichtiges Puzzleteil: Nach einer kräftigen Rallye im Januar hat sich WTI abgekühlt, scheint aber eine Basis um den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt im Bereich von 62 bis 63 Dollar gefunden zu haben.
Die laufenden Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Sollte Öl seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen, könnte dies den US-Dollar gegenüber energieimportierenden Volkswirtschaften wie der Eurozone stützen, was wiederum negativ für Gold wäre.
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Zur AktienanalyseDas wichtigste Niveau bleibt die 5.000-Dollar-Marke. Wenn Gold dieses Niveau zurückerobern und überzeugender halten kann als bei den jüngsten Versuchen, wäre dies ein konstruktives Signal. In diesem Szenario könnte der Markt wieder das obere Ende der Handelsspanne anvisieren, wobei potenzielle Stopps über 5.100 Dollar liegen könnten.
Sollte Gold hingegen für einen Großteil dieser Woche unter 5.000 Dollar gedeckelt bleiben, steigt das Risiko weiterer Kursverluste. In Bezug auf die Unterstützung bildet der Bereich um 4.880 Dollar die erste Verteidigungslinie für die Bullen. Ein klarer Durchbruch unter dieses Niveau könnte den Weg in Richtung 4.800 Dollar und anschließend 4.700 Dollar ebnen.
Darunter sticht 4.500 Dollar als wichtigste längerfristige Unterstützungszone hervor und könnte wieder in den Fokus rücken, falls sich der Verkaufsdruck beschleunigt. In einem Umfeld mit starken Schwankungen in beide Richtungen ist Disziplin entscheidend – Händler sollten sich von Niveau zu Niveau vorarbeiten und das Risikomanagement in den Mittelpunkt stellen.


