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Goldpreis fällt unter 3.000 Dollar – Anleger warten auf US-Daten

Der Goldpreis ist am Dienstag um 0,8 Prozent auf 3.022,57 Dollar je Unze gefallen, nachdem das Edelmetall am Vortag noch kräftig zugelegt hatte. Anleger zeigen sich vor wichtigen US-Wirtschaftsdaten vorsichtig und nehmen Gewinne mit. Besonders Silber verz

Goldpreis fällt unter 3.000 Dollar – Anleger warten auf US-Daten

Der Goldpreis ist am Dienstag unter Druck geraten und fiel bis 6:24 Uhr deutscher Zeit um 0,8 Prozent auf 3.022,57 Dollar je Unze. Am Montag hatte das Edelmetall noch um 2 Prozent zugelegt, als der US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit über einer Woche gefallen war. Das Rekordhoch von 3.594,82 Dollar, das Gold am 29. Januar erreicht hatte, rückt damit wieder in weitere Ferne.

Die US-Gold-Futures für die Lieferung im April verbilligten sich um 0,7 Prozent auf 3.044,80 Dollar je Unze. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei Silber aus: Der Spotpreis gab um 2,8 Prozent auf 31,08 Dollar je Unze nach, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um fast 7 Prozent gestiegen war. Ende Januar hatte Silber ein Allzeithoch von 33,64 Dollar markiert.

Markt zwischen Aufwärtstrend und Fed-Erwartungen

"Wir befinden uns in einer Situation, in der Gold im Großen und Ganzen eine inhärente Aufwärtstendenz aufweist. Nun stellt sich die Frage, wie stark die kurzfristigen Erwartungen an die Fed-Politik ins Gewicht fallen werden", erklärt Ilya Spivak, Leiter Global Macro bei Tastylive. Der US-Dollar verarbeitete am Dienstag deutliche Verluste, während der japanische Yen nach dem Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi weiter zulegen konnte.

Spivak beobachtet, dass Gold sowohl aus dem oberen als auch aus dem unteren Preisbereich wieder in Richtung der Marke von 3.000 Dollar tendiert. Silber zeige aufgrund spekulativer Geschäfte eine deutlich höhere Volatilität als das gelbe Edelmetall.

Wichtige US-Wirtschaftsdaten im Fokus

Die Anleger warten gespannt auf eine Reihe wichtiger US-Wirtschaftsdaten: Am Dienstag werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, am Mittwoch folgt der Bericht über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls), und am Freitag stehen die Inflationsdaten an. Diese Zahlen dürften entscheidend für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve sein.

Die Märkte preisen derzeit mindestens zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2026 ein, wobei die erste für Juni erwartet wird. Das unverzinste Edelmetall Gold tendiert in einem Niedrigzinsumfeld traditionell zu einer guten Wertentwicklung, da dann die Opportunitätskosten für das Halten von Gold sinken.

Wirtschaftsberater warnt vor schwächerem Jobwachstum

Kevin Hassett, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, erklärte am Montag, dass der Beschäftigungsaufbau in den USA in den kommenden Monaten geringer ausfallen könnte. Diese Aussage dürfte die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der Fed weiter befeuern.

"Für Gold liegt die Unterstützung bei 3.000 Dollar und für Silber bei 30 Dollar. Im Tagesverlauf werden sich beide Metalle jedoch weitgehend in einer Handelsspanne bewegen, mit einer leichten Tendenz nach unten aufgrund von Gewinnmitnahmen", sagt Jigar Trivedi, Senior Research Analyst bei IndusInd Securities. Er fügt hinzu, dass die Anleger angesichts der jüngsten Volatilität vorsichtig agierten.

Auch Platin und Palladium unter Druck

Neben Gold und Silber gerieten auch andere Edelmetalle unter Verkaufsdruck. Platin verbilligte sich auf dem Spotmarkt um 2,3 Prozent auf 975,18 Dollar je Unze, während Palladium um 1,3 Prozent auf 948,37 Dollar nachgab. Die Entwicklung zeigt, dass Anleger derzeit bei Edelmetallen generell vorsichtiger agieren und Gewinne mitnehmen.

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