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Goldpreis fällt nach Zweimonatshoch – Fed-Ausblick belastet

Schwache US-Inflationsdaten stützten Gold zunächst, doch Sorgen um höhere Energiepreise und Fed-Zinspolitik drücken den Kurs wieder.

13. August 2026 2 Min
Goldpreis fällt nach Zweimonatshoch – Fed-Ausblick belastet

Die Goldpreise gaben am Donnerstag nach, nachdem das Edelmetall zuvor ein Zweimonatshoch erreicht hatte. Der Spot-Goldpreis (XAU/USD) fiel um 0,5 Prozent auf 4.388,64 US-Dollar pro Unze, während Gold-Futures ebenfalls um 0,5 Prozent auf 4.446,12 US-Dollar nachgaben. Auch andere Edelmetalle standen unter Druck: Silber (XAG/USD) verlor 0,4 Prozent auf 65,08 US-Dollar, Platin (XPT/USD) gab um 0,6 Prozent auf 1.746,71 US-Dollar nach.

Am Mittwoch war Gold noch um bis zu 0,9 Prozent auf rund 4.450 US-Dollar gestiegen – den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Auslöser war der US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Juli, der im Vergleich zum Vormonat lediglich um 0,1 Prozent zulegte. Dieser Wert entsprach den Markterwartungen und deutete darauf hin, dass der mit dem Iran-Konflikt verbundene Energieschock bislang keinen stärkeren Inflationsimpuls ausgelöst hat.

Fed-Zinserwartungen im Fokus

Die schwachen Inflationsdaten dämpften die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve spürbar. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nun mit etwa 38 bis 40 Prozent ein – gegenüber 46 Prozent vor der CPI-Veröffentlichung. Die Fed hatte die Zinsen auf ihrer Juli-Sitzung bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, obwohl drei Ratsmitglieder für eine Erhöhung gestimmt hatten.

Für Gold ist die Zinspolitik der Fed ein entscheidender Faktor: Höhere Zinssätze gelten als Gegenwind für das Edelmetall, da Gold selbst keine Zinserträge abwirft. Obwohl die schwächeren Inflationsdaten die Zinserhöhungserwartungen zunächst drückten und Gold kurzzeitig beflügelten, gab der Markt einen Großteil der bullischen Reaktion rasch wieder ab.

Erzeugerpreise und Jackson Hole im Blick

Anleger richten ihren Blick nun auf den Bericht zu den US-Erzeugerpreisen (PPI), der am Donnerstag veröffentlicht wird und einen weiteren wichtigen Inflationsindikator vor der nächsten Fed-Sitzung im September liefern soll. Zusätzlich werden vor der September-Entscheidung weitere Beschäftigungs- und Inflationsdaten erwartet.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Jackson-Hole-Symposium Ende des Monats, auf dem Fed-Chef Kevin Warsh sprechen wird. Investoren erhoffen sich dort Hinweise darauf, wie die US-Notenbank das Gleichgewicht zwischen Inflationsbekämpfung und Wirtschaftswachstum einschätzt. Solche Signale können die Goldpreisentwicklung maßgeblich beeinflussen.

Geopolitik und Ölpreise als Zusatzfaktor

Im Hintergrund bleibt die geopolitische Lage rund um den Iran-Konflikt ein wichtiges Thema. Die Bemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gelten als unbeständig. Die strategisch wichtige Wasserstraße ist weiterhin mit massiven Einschränkungen konfrontiert, was den Ölpreis auf Kurs für einen Wochengewinn hält.

Der US-Dollar-Index notierte derweil bei rund 99,96 nahezu unverändert und lieferte dem Goldpreis damit kaum neue Impulse in die eine oder andere Richtung. Die Wechselwirkung zwischen Dollar-Stärke und Goldpreis bleibt ein klassischer Treiber: Ein schwächerer Dollar macht Gold für internationale Käufer günstiger und stützt in der Regel den Preis.

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