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Goldpreis erholt sich nach Einbruch: Iran-Krise und US-Inflationsdaten im Fokus

Nach deutlichen Verlusten steigt Gold wieder. Anleger blicken auf Nahost-Spannungen und wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA.

Goldpreis erholt sich nach Einbruch: Iran-Krise und US-Inflationsdaten im Fokus

Der Goldpreis hat sich am Freitag im asiatischen Handel stabilisiert und legte um 0,5 Prozent auf 4.953,58 US-Dollar pro Unze zu. Zuvor war das Edelmetall in der vorherigen Handelssitzung um mehr als 3 Prozent eingebrochen und hatte damit wichtige Unterstützungsmarken durchbrochen. Die Erholung erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen und der Erwartung wichtiger US-Inflationsdaten.

Auch andere Edelmetalle zeigten sich erholt: Silber gewann 1,6 Prozent auf 76,49 US-Dollar pro Unze, nachdem es am Vortag rund 10 Prozent verloren hatte. Platin kletterte wieder über die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar pro Unze. Die Gold-Futures für April stiegen um 0,5 Prozent auf 4.972,70 US-Dollar.

Die Nachfrage nach sicheren Häfen erhielt Auftrieb durch Berichte, wonach die USA einen zweiten Flugzeugträger – die USS Gerald R. Ford – in den Nahen Osten verlegen wollen. Gleichzeitig stocken die Atomgespräche mit dem Iran, was die Unsicherheit in der Region weiter erhöht. Diese geopolitischen Risiken stützen traditionell den Goldpreis, da Anleger in Krisenzeiten verstärkt in das Edelmetall flüchten.

US-Inflationsdaten als Richtungsweiser

Im Fokus der Märkte stehen die am Freitag erwarteten US-Verbraucherpreisdaten für Januar. Diese könnten entscheidende Hinweise auf die weitere Zinspolitik der Federal Reserve liefern. Analysten erwarten weitgehend einen Rückgang sowohl der Gesamtinflation als auch der Kernrate. Allerdings haben die Januar-Daten in den vergangenen vier Jahren regelmäßig nach oben überrascht.

"Ein unerwarteter Anstieg der Inflation könnte die Bereitschaft der Fed zu weiteren Zinssenkungen verringern und Gold für Anleger weniger attraktiv machen", warnen Analysten der ANZ. Höhere Zinsen schmälern die Attraktivität von nicht verzinslichen Anlagen wie Gold. Zudem setzt ein starker US-Dollar, der sich nach den robusten Arbeitsmarktdaten vom Mittwoch erholte, das gelbe Metall zusätzlich unter Druck.

Volatilität belastet Edelmetalle

Trotz der Erholung am Freitag haben Gold und andere Edelmetalle ihre jüngsten Gewinne weitgehend wieder abgegeben. Auf Wochensicht notiert Gold nur noch geringfügig im Plus. Seit dem "Flash Crash" Ende Januar schwanken die Edelmetallpreise heftig und suchen nach einer klaren Richtung.

Auslöser für den Rückgang von den jüngsten Rekordständen war die Nominierung von Kevin Warsh als künftigen Fed-Vorsitzenden durch US-Präsident Donald Trump. Warsh gilt als weniger geldpolitisch expansiv als sein Vorgänger, was Erwartungen auf weniger Zinssenkungen schürte. Die überraschend starken Arbeitsmarktdaten für Januar verstärkten diese Befürchtungen zusätzlich.

Die heftigen Preisschwankungen dämpfen auch die Attraktivität von Gold als sicherer Hafen. Anleger sind verunsichert, ob das Edelmetall seiner traditionellen Rolle als Krisenabsicherung noch gerecht wird. Die weitere Entwicklung dürfte maßgeblich von den US-Inflationsdaten und der daraus resultierenden Zinsperspektive abhängen.

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