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Goldpreis durchbricht 5.100-Dollar-Marke: Historischer Rekord

Erstmals in der Geschichte überschreitet der Goldpreis die psychologisch wichtige Schwelle von 5.000 Dollar. An der Londoner Metallbörse erreichte die Notierung für eine Feinunze 5.145 US-Dollar – getrieben von geopolitischen Spannungen und massiven Noten

Goldpreis durchbricht 5.100-Dollar-Marke: Historischer Rekord

Der Goldpreis hat eine historische Marke durchbrochen: An der Londoner Metallbörse kletterte die Notierung für eine Feinunze (31,1 Gramm) am Mittwoch um über zwei Prozent auf 5.145 US-Dollar (4.340 Euro). Damit erreichte das Edelmetall ein neues Allzeithoch und übertraf erstmals die psychologisch wichtige 5.000-Dollar-Schwelle.

Rasanter Anstieg seit Jahresbeginn

Die Rallye des Edelmetalls nimmt weiter Fahrt auf. Seit Jahresbeginn 2025 hat sich Gold bereits um beeindruckende 18 Prozent verteuert. Dies folgt auf ein außergewöhnliches Jahr 2024, in dem der Goldpreis um 65 Prozent zulegte – das höchste Jahresplus seit 1979. Allein in den ersten Wochen 2025 stieg der Preis um mehr als 2.000 Dollar.

Geopolitische Krisen befeuern Nachfrage

Die Haupttreiber des Goldpreises sind vielfältig. Geopolitische Spannungen spielen eine zentrale Rolle: Die angespannte Lage im Iran sowie die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland haben die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Gold deutlich erhöht. Hinzu kommen anhaltende Konflikte weltweit, die Investoren zur Absicherung ihrer Portfolios bewegen.

Notenbanken als wichtige Käufer

Ein wesentlicher Preistreiber sind die massiven Goldkäufe von Zentralbanken, insbesondere aus Schwellenländern wie China. Diese stocken ihre Goldreserven systematisch auf, um ihre nationalen Währungsreserven unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Deutschland verfügt nach Angaben der Bundesbank über den weltweit zweitgrößten Goldbestand nach den USA mit rund 3.352 Tonnen im Wert von über 270 Milliarden Euro.

Zinspolitik unterstützt Goldpreis

Die Geldpolitik der US-Notenbank Fed spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Sinkende Zinsen machen Gold als zinsloses Asset attraktiver, da festverzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen an Reiz verlieren. Zusätzlich schüren die wiederholten Angriffe von Präsident Trump auf Fed-Chef Jerome Powell Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank – ein weiterer Faktor, der Investoren zu Gold treibt.

Silber profitiert ebenfalls

Nicht nur Gold erlebt einen Höhenflug. Der Silberpreis durchbrach in der vergangenen Woche erstmals die 100-Dollar-Marke je Feinunze. Als wichtiges Industriemetall profitiert Silber von der steigenden Nachfrage aus Zukunftsbranchen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und erneuerbare Energien.

Experten sehen weiteres Potenzial

Trotz des bereits beeindruckenden Anstiegs rechnen einige Analysten mit weiter steigenden Kursen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Prognose für Ende 2026 von 4.900 auf 5.400 Dollar je Feinunze angehoben. Allerdings warnen andere Experten, dass der Rekordlauf übertrieben sein könnte und Korrekturen möglich sind.

Empfehlungen für Privatanleger

Die Stiftung Warentest empfiehlt Anlegern, etwa zehn Prozent des Gesamtvermögens in Gold zu investieren. Wichtig sei jedoch, nur Geld zu verwenden, das langfristig entbehrt werden kann. Gold hat über lange Zeiträume seinen Wert behalten und Kriege, Währungsreformen und Rezessionen überstanden. Private Haushalte in Deutschland besitzen laut Steinbeis-Hochschule Berlin rund 9.000 Tonnen Gold in Form von Barren, Münzen oder Schmuck.

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