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Goldpreis-Crash: Analysten sehen Hausse trotz historischem Einbruch intakt

Trotz dramatischem Rückgang um 13% erwarten Experten neue Rekordhochs über 6.000 Dollar.

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Goldpreis-Crash: Analysten sehen Hausse trotz historischem Einbruch intakt

Der Goldpreis erlebte Ende Januar einen der heftigsten Einbrüche seit Jahrzehnten. Am 30. Januar stürzte der Kassapreis um fast 10 Prozent ab – der stärkste Tagesrückgang seit 1983. Binnen nur zwei Handelstagen verlor das Edelmetall mehr als 13 Prozent an Wert und fiel von seinem Rekordhoch bei 5.594 Dollar auf etwa 4.700 Dollar je Unze.

Noch dramatischer traf es Silber: Das Industriemetall brach am selben Tag um 27 Prozent ein – der größte jemals verzeichnete Tagesrückgang. Über zwei Handelstage summierte sich der Verlust auf fast 34 Prozent. Ausgelöst wurde der Ausverkauf durch die Nominierung von Kevin Warsh als künftigen Fed-Vorsitzenden durch US-Präsident Donald Trump sowie erhöhte Margin-Anforderungen der CME Group für Edelmetall-Futures.

Dennoch bleiben die meisten Analysten optimistisch. "Dies ist eine signifikante Korrektur, aber sie bedeutet keineswegs, dass die Hausse beendet ist", erklärt der unabhängige Analyst Ross Norman. Er verweist darauf, dass Gold aktuell auf dem gleichen Niveau notiert wie vor drei Wochen. Die Rally sei zuvor überhitzt gewesen und habe eine gesunde Korrektur benötigt.

Banken erwarten neue Rekordhochs

Die großen Investmentbanken halten an ihren bullischen Prognosen fest. UBS-Analyst Giovanni Staunovo erwartet im Jahresverlauf ein neues Allzeithoch über 6.200 Dollar je Unze. JP Morgan prognostiziert sogar 6.300 Dollar bis Jahresende, während die Deutsche Bank ihre Prognose von 6.000 Dollar bekräftigte.

Als Hauptargument für weiter steigende Preise nennen Experten die erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank. Die Märkte rechnen mit zwei Zinsschritten nach unten in diesem Jahr, was dem zinslosen Gold zugutekommen dürfte. Der unabhängige Metallhändler Tai Wong geht davon aus, dass Gold nach einer Phase der Konsolidierung in den kommenden Wochen wieder steigen wird.

Volatilität könnte anhalten

Nicht alle Marktbeobachter teilen den Optimismus. Fawad Razaqzada von City Index warnt: "Es ist viel zu früh, um zu behaupten, Gold habe bereits einen Boden gefunden." Die Volatilität könnte kurzfristig anhalten, und weitere Rücksetzer seien nicht ausgeschlossen.

Analysten von WisdomTree sehen in der Korrektur auch eine Chance: Der Ausverkauf könnte spekulative Käufer abschrecken und Raum für langfristige strategische Investoren schaffen. Die Erwartungen für Silber bleiben derweil gemischt, da das Metall sowohl als Edelmetall als auch als Industrierohstoff fungiert und damit unterschiedlichen Markteinflüssen unterliegt.

Der historische Meilenstein von 5.000 Dollar je Unze, den Gold nur wenige Tage vor dem Crash erreicht hatte, bleibt vorerst außer Reichweite. Doch die Mehrheit der Analysten ist überzeugt, dass dies nur eine Frage der Zeit ist.

GoldpreisSilberpreisEdelmetalleFed-ZinspolitikRohstoffmärkte

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