Goldpreis auf Rekordhoch – Märkte unter Druck
Gold erreicht neue Höchststände und übertrifft inflationsbereinigt sogar das Niveau von 1980. Während das Edelmetall um 83% in zwölf Monaten zulegte, zeigen sich die Aktienmärkte volatil.

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche neue historische Höchststände markiert und damit einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht. Mit einem Plus von 17% seit Jahresbeginn 2026 und einem beeindruckenden Zuwachs von 83% innerhalb der letzten zwölf Monate notiert das Edelmetall deutlich über seinem bisherigen realen, inflationsbereinigten Höchststand von Anfang 1980.
Sorgen um künftige Zinspolitik treiben Goldpreis
Die Situation heute unterscheidet sich fundamental von jener der 1980er Jahre, als die Federal Reserve unter Paul Volcker die Zinsen aggressiv anhob, um die galoppierende Inflation zu bekämpfen. Während damals die Verbraucherpreise stark anstiegen, sorgen sich Investoren heute primär um die künftige Ausrichtung der Geldpolitik. Die Befürchtung: Der Nachfolger von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell könnte nicht die gleiche Entschlossenheit zeigen und stattdessen dem Druck von Präsident Trump nach niedrigeren Zinssätzen nachgeben.
Aktienmärkte mit gemischtem Wochenschluss
Die US-Aktienmärkte beendeten die turbulente Handelswoche mit uneinheitlichen Ergebnissen. Der S&P 500 schloss am Freitag nahezu unverändert, während der Dow Jones Industrial Average 285 Punkte oder 0,6% einbüßte. Der technologielastige Nasdaq Composite konnte sich mit einem Plus von 0,3% leicht im positiven Terrain behaupten. Über die gesamte Woche betrachtet bewegten sich alle drei Leitindizes seitwärts und schlossen ungefähr auf dem Niveau vom Wochenanfang.
Intel-Aktie stürzt nach Verlustprognose ab
Innerhalb des S&P 500 gehörte der Chiphersteller Intel zu den größten Verlierern. Das Unternehmen prognostizierte für das laufende Quartal Verluste, während es gleichzeitig versucht, die Produktion hochzufahren. Die Investoren reagierten mit massiven Verkäufen – die Intel-Aktie brach daraufhin um 17% ein.
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Zur AktienanalyseCapital One übernimmt Fintech Brex
Für Bewegung sorgte auch Capital One mit der Ankündigung, das Fintech-Unternehmen Brex für mehr als 5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Trotz dieser strategischen Akquisition reagierte der Markt skeptisch: Die Aktien von Capital One fielen um fast 8%. Anleger scheinen den hohen Kaufpreis und mögliche Integrationsrisiken kritisch zu bewerten.


