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Goldman Sachs zieht sich aus Russland zurück

Verkauf an Balchug Capital markiert seltenen Rückzug westlicher Banken

Goldman Sachs zieht sich aus Russland zurück

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der US-Großbank Goldman Sachs die Genehmigung erteilt, ihr Geschäft in Russland zu verkaufen. Damit wäre Goldman Sachs eine der wenigen westlichen Banken, die sich vollständig aus dem russischen Markt zurückziehen. Der Rückzug erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Restriktionen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

Ein von Putin unterzeichnetes Dekret ermöglicht es dem armenischen Investor Balchug Capital, das Geschäft von Goldman Sachs zu übernehmen. Die Bank hatte bereits eine verbindliche Vereinbarung zum Verkauf ihrer Tochtergesellschaft getroffen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg beruft sich auf einen Insider, der diesen Schritt bestätigt.

David Amaryan, Gründer und Geschäftsführer von Balchug Capital, erklärte, dass die Bank eine bedeutende Rolle im Portfolio seines Unternehmens spielen werde. Der Investor verfügt über ein Gesamtvermögen von etwa zwei Milliarden US-Dollar. Goldman Sachs ist seit 1998 in Russland vertreten, wobei die Tochtergesellschaft nach Angaben von Interfax im nationalen Bankensektor auf Platz 230 rangiert.

Der Verkauf von Goldman Sachs reiht sich in eine Serie von Transaktionen ein, bei denen westliche Banken ihr Engagement in Russland reduzieren. Bereits im Dezember hatte Putin ein Dekret unterzeichnet, das der französischen Bank Natixis den Verkauf ihres Russland-Geschäfts erlaubte. Auch die niederländische ING hatte sich zuletzt von ihrem Russland-Geschäft getrennt und es an Global Development JSC verkauft, ein Unternehmen mit Sitz in Moskau.

Trotz der geopolitischen Lage und wirtschaftlicher Sanktionen betreiben viele westliche Banken weiterhin profitablen Geschäftsbetrieb in Russland. Einige Institute haben ihre Geschäftstätigkeit reduziert, während sie finanzielle Interessen wahren. So hat die Citigroup fast alle institutionellen Bankdienstleistungen in Russland eingestellt, jedoch weiterhin neun Milliarden US-Dollar in dem Land gebunden.

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