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Goldman Sachs tauscht im Juli fünf Aktien auf Conviction List

TGS ASA und Halma neu dabei, Bayer, AB InBev und Deutsche Telekom gestrichen – die Liste zeigt 32% Renditepotenzial.

Goldman Sachs tauscht im Juli fünf Aktien auf Conviction List

Goldman Sachs hat seine „European Conviction List" im Juli 2026 umgebaut. Das US-Investmenthaus nahm das norwegische Seismik-Unternehmen TGS ASA sowie den britischen Mischkonzern Halma Plc neu in die Auswahl auf. Gleichzeitig wurden drei bisherige Mitglieder gestrichen: die Bayer AG, der Bierriese Anheuser-Busch InBev sowie die Deutsche Telekom.

Die „European Conviction List" umfasst nach den Änderungen weiterhin 27 Aktien. Sie gilt als die am stärksten differenzierten Kaufempfehlungen, die Goldman Sachs für den europäischen Markt ausspricht – also jene Titel, hinter denen die Analysten mit besonderer Überzeugung stehen. Die Anpassungen wurden im sogenannten „Directors' Cut"-Update des Brokers für Juli 2026 veröffentlicht.

Medianes Renditepotenzial von 32 Prozent

Auf Basis der Schlusskurse vom 30. Juni weist die aktualisierte Liste ein medianes Gesamtrenditepotenzial von 32 Prozent über einen Zeitraum von zwölf Monaten aus. Das mediane Aufwärtspotenzial zum jeweiligen Kursziel der enthaltenen Aktien beträgt 29 Prozent. Diese Kennzahlen verdeutlichen, wie ambitioniert die Erwartungen von Goldman Sachs für die ausgewählten Werte sind.

Für deutsche Anleger ist die Streichung von Bayer AG und Deutsche Telekom besonders bemerkenswert. Beide Unternehmen gehören zu den bekanntesten deutschen Bluechips und sind im DAX gelistet. Dass Goldman Sachs sie von der Conviction List nimmt, bedeutet nicht zwingend eine Abstufung des Ratings – es signalisiert jedoch, dass die Analysten bei diesen Titeln aktuell weniger Überzeugung für eine Outperformance sehen als bei anderen europäischen Werten.

TGS ASA und Halma als neue Favoriten

Mit TGS ASA rückt ein Unternehmen aus dem Energiesektor in den Fokus. Der norwegische Konzern ist auf seismische Daten spezialisiert, die vor allem in der Öl- und Gaserkundung eingesetzt werden. Halma Plc hingegen ist ein britischer Mischkonzern, der in den Bereichen Sicherheitstechnologie, Umweltüberwachung und Medizintechnik tätig ist. Beide Neuzugänge stammen aus Branchen, die derzeit von strukturellen Wachstumstrends profitieren.

Anheuser-Busch InBev, der weltgrößte Brauereikonzern mit Marken wie Budweiser, Corona und Stella Artois, verlässt ebenfalls die Liste. Das belgisch-amerikanische Unternehmen war zuletzt mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert, insbesondere durch Konsumzurückhaltung in wichtigen Märkten.

Die „European Conviction List" von Goldman Sachs gilt in der Finanzbranche als ein viel beachtetes Signal. Institutionelle und private Anleger nutzen solche Listen als Orientierung, da sie die höchste Überzeugungsstufe innerhalb des Analystenhauses widerspiegeln. Änderungen an der Liste werden daher regelmäßig aufmerksam verfolgt und können kurzfristige Kursbewegungen bei den betroffenen Aktien auslösen.

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