Goldman Sachs stuft Castellum und Colonial hoch
Goldman Sachs hat zwei europäische Immobilienaktien vor der Berichtssaison hochgestuft. Castellum erhält ein Kaufen-Rating, Colonial wird auf Neutral angehoben. Die Analysten erwarten für 2026 eine Gesamtrendite von 10 Prozent im Sektor.

Goldman Sachs hat kurz vor der Veröffentlichung der Geschäftsjahresergebnisse 2025 die Einschätzung für zwei europäische Immobilienunternehmen angehoben. Das schwedische Unternehmen Castellum wurde von Neutral auf Kaufen hochgestuft, während die spanische Colonial Inmobiliaria von Verkaufen auf Neutral angehoben wurde.
Positive Aussichten für den Immobiliensektor
Die US-Investmentbank erwartet für das Gesamtjahr 2025 ein Gewinnwachstum je Aktie von rund 2 Prozent und einen Anstieg der Netto-Sachwerte um 3 Prozent. Für 2026 prognostizieren die Analysten eine deutliche Beschleunigung mit einer Gesamtkapitalrendite von etwa 10 Prozent. Als Treiber nennen sie Mietwachstum, Investitionen und zusätzliche Einnahmen, die bei der aktuellen Bewertung attraktiv erscheinen.
Im Fokus der kommenden Berichtssaison werden laut Goldman Sachs vor allem Vermietungstrends, Vermögensrotationen und strategische Maßnahmen wie Umstrukturierungen oder Aktienrückkäufe stehen.
Castellum mit 28 Prozent Kurspotenzial
Die Hochstufung von Castellum begründet Goldman Sachs mit verbesserten Makrobedingungen in Schweden und einer klaren strategischen Neuausrichtung nach einem Managementwechsel. Das Unternehmen konzentriert sich verstärkt auf die Vermietung zur Steigerung der Auslastung, senkt Verwaltungskosten und profitiert von geringeren Finanzierungsspannen.
Zudem plant Castellum ein umfangreiches Veräußerungsprogramm: Goldman rechnet mit Verkäufen in Höhe von etwa 11 Milliarden schwedischen Kronen im Zeitraum 2026 bis 2027. Parallel dazu sollen Aktienrückkäufe im Volumen von 4 Milliarden Kronen über zwölf Monate erfolgen. Das neue Kursziel liegt bei 138 schwedischen Kronen – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 28 Prozent.
Die Goldman-Analysten liegen mit ihrer Gewinnschätzung für 2027 etwa 10 Prozent über dem Bloomberg-Konsens, was das Vertrauen in die Entwicklung des schwedischen Immobilienunternehmens unterstreicht.
Colonial erholt sich von Schwächephase
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Zur AktienanalyseColonial Inmobiliaria hatte in den vergangenen neun Monaten eine schwierige Phase durchlaufen und etwa 15 Prozent an Wert verloren. Nach der aktualisierten Bewertung sehen die Goldman-Analysten nun ein begrenztes Abwärtsrisiko und ein Aufwärtspotenzial von rund 3 Prozent. Das Kursziel wurde von 4,87 Euro auf 5,24 Euro angehoben.
Branchenweite Kurszilanpassungen
Insgesamt hat Goldman Sachs die 12-Monats-Kursziele für europäische Immobilienaktien im Durchschnitt um etwa 6 Prozent erhöht. Dies spiegelt das verbesserte makroökonomische Umfeld und überarbeitete Bewertungsparameter wider. Die Analysten gehen davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen für den Sektor weiter aufhellen werden.


