Goldman Sachs sichert sich Pensionsvermögen-Deals im Wert von 70 Milliarden Dollar
Die Investmentbank übernimmt die Verwaltung von Altersvorsorgevermögen für Verizon und Lockheed Martin – ein Milliardengeschäft.

Goldman Sachs profitiert vom wachsenden Trend US-amerikanischer Großunternehmen, die Verwaltung ihrer Pensionsvermögen auszulagern. Die renommierte Investmentbank gab bekannt, Vereinbarungen zur Verwaltung von Pensionsvermögen im Gesamtwert von 70 Milliarden US-Dollar abgeschlossen zu haben. Die Bekanntgabe ließ die Goldman-Sachs-Aktie deutlich ansteigen.
Konkret handelt es sich um zwei namhafte US-Konzerne als neue Kunden: den Telekommunikationsriesen Verizon (VZ) sowie den Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin (LMT). Goldman Sachs wird für beide Unternehmen Pensionsvermögen in Höhe von jeweils 30 Milliarden US-Dollar verwalten. Damit sichert sich die Bank zwei der bekanntesten Namen der amerikanischen Wirtschaft als Mandanten im Asset Management.
Besonders bemerkenswert ist ein zusätzlicher Auftrag von Verizon: Goldman Sachs übernimmt darüber hinaus die Verwaltung von weiteren 40 Milliarden US-Dollar an sogenannten 401(k)-Vermögenswerten des Telekommunikationskonzerns. Bei 401(k)-Plänen handelt es sich um die in den USA weit verbreitete Form der betrieblichen Altersvorsorge, bei der Arbeitnehmer steuerlich begünstigt für das Rentenalter sparen können – vergleichbar mit der deutschen betrieblichen Altersvorsorge.
Wachsender Markt für ausgelagertes Pensionsmanagement
Die Deals spiegeln einen klaren Trend wider: Immer mehr US-Unternehmen entscheiden sich dafür, die komplexe Verwaltung ihrer Altersvorsorgevermögen an spezialisierte Finanzdienstleister auszulagern. Für Goldman Sachs bedeutet dies eine erhebliche Stärkung des Asset-Management-Geschäfts, das in den vergangenen Jahren zu einem strategischen Wachstumsschwerpunkt der Bank ausgebaut wurde.
Die Gesamtsumme der neu gewonnenen Mandate beläuft sich auf beeindruckende 70 Milliarden US-Dollar – 30 Milliarden aus den Pensionsvermögen beider Unternehmen sowie 40 Milliarden aus den 401(k)-Vermögenswerten von Verizon allein. Für deutsche Anleger ist Goldman Sachs vor allem als globale Investmentbank bekannt, die jedoch seit Jahren konsequent ihr Vermögensverwaltungsgeschäft ausbaut.
Bedeutung für Anleger und den Markt
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Zur AktienanalyseFür Investoren sind solche langfristigen Verwaltungsmandate besonders attraktiv, da sie stabile und planbare Einnahmen durch Verwaltungsgebühren generieren. Je größer das verwaltete Vermögen – auch als Assets under Management (AuM) bezeichnet – desto höher fallen in der Regel die Gebühreneinnahmen aus. Die neuen Deals dürften die AuM von Goldman Sachs im Asset-Management-Bereich signifikant erhöhen.
Der Markt reagierte positiv auf die Neuigkeiten: Die Goldman-Sachs-Aktie legte nach der Bekanntgabe der Vereinbarungen spürbar zu. Die Deals unterstreichen die Wettbewerbsstärke der Bank im Bereich institutioneller Vermögensverwaltung und zeigen, dass Goldman Sachs erfolgreich auf den Trend zur Auslagerung von Pensionsvermögen setzt.


