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Goldman Sachs setzt auf Philips und GE HealthCare vor Berichtssaison

Vor den Q1-Ergebnissen empfehlen Goldman-Analysten zwei Medizintechnik-Favoriten – gestützt auf starke Ausschreibungsdaten und Produktzyklen.

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Goldman Sachs setzt auf Philips und GE HealthCare vor Berichtssaison

Goldman Sachs blickt optimistisch auf den Medizintechniksektor und hat im Vorfeld der Ergebnisse für das erste Quartal zwei klare Favoriten benannt: Philips für Europa und GE HealthCare für die USA. Die Analysten Richard Felton und David Roman sehen den Sektor in einer Phase robuster Investitionsausgaben, da Krankenhausverbünde umsatzgenerierenden Technologien zunehmend Priorität einräumen.

Besonders bemerkenswert: High-End-Bildgebungsgeräte bleiben laut den Goldman-Analysten von breiteren makroökonomischen Verschiebungen und möglichen Kürzungen der Infrastrukturausgaben weitgehend unberührt. Dies verleiht dem Sektor eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber konjunkturellen Schwankungen – ein wichtiges Argument für Investoren in einem unsicheren Marktumfeld.

Philips: Ausschreibungsboom in Europa

In Europa hat sich Philips als klare Top-Empfehlung von Goldman Sachs herauskristallisiert. Ausschlaggebend dafür ist ein sprunghafter Anstieg der Ausschreibungsaktivitäten europäischer Krankenhäuser. Laut dem hauseigenen Tracker von Goldman stiegen die europäischen Ausschreibungen für MRT- und CT-Systeme im ersten Quartal im Jahresvergleich um beeindruckende 310 Prozent.

Philips profitiert dabei überproportional: Der Ausschreibungswert des niederländischen Konzerns kletterte auf 86 Millionen Euro – verglichen mit lediglich 6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit erreichte der Marktanteil von Philips den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Die Goldman-Analysten sehen darüber hinaus erhebliches Wachstums- und Margenpotenzial bis 2026, gestützt durch eine aktivere Kapitalallokation und eine erwartete Rückkehr in den US-Markt für Schlafapnoe-Geräte.

GE HealthCare: Produktzyklus als Wachstumstreiber

In den USA bleibt GE HealthCare die bevorzugte Wahl von Goldman Sachs für ein Engagement im amerikanischen Medizintechnikmarkt. Die Analysten heben hervor, dass das Unternehmen einen „Wendepunkt im Produktzyklus" erreicht hat, an dem ein neues Portfolio an Medizintechnologien das Wachstum voraussichtlich beschleunigen wird.

Diese Innovationskraft dient laut Goldman als entscheidender Puffer gegen regionale Volatilität – insbesondere gegen schwächere Ausschreibungsdaten in China und geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten. Trotz eines selektiveren Vorgehens der Krankenhausverwalter zeigt die Due-Diligence-Prüfung der Analysten, dass essenzielle Bildgebungs- und Robotik-Tools weiterhin oberste Priorität genießen.

Da die Budgets der US-Krankenhäuser für geschäftskritische Ausrüstung stabil bleiben, sehen die Goldman-Analysten GE HealthCare gut positioniert, um von einem laufenden Ersatzzyklus zu profitieren. Dieser Zyklus begünstigt insbesondere hocheffiziente, KI-integrierte Diagnosesysteme – ein Bereich, in dem GE HealthCare zu den führenden Anbietern zählt.

Für deutsche Privatanleger bietet die Analyse von Goldman Sachs einen interessanten Ausblick auf zwei unterschiedliche Investmentansätze im Medizintechniksektor: Philips als europäischer Champion mit starkem Aufholpotenzial und GE HealthCare als US-Schwergewicht im Wandel. Beide Unternehmen stehen kurz vor der Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse, die zeigen werden, ob die optimistischen Erwartungen der Analysten sich in den Zahlen widerspiegeln.

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