Goldman Sachs prognostiziert eine gewisse Stabilisierung des US-Dollars
Veränderte Erwartungen der Fed haben die Währung in den letzten zwei Monaten gestützt

Die riesige US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Einschätzung des US-Dollars in ihrer jüngsten Research Note aktualisiert. Laut der Bank haben die veränderten Erwartungen der Fed den Dollar in den letzten zwei Monaten gestützt. Da das Tapering nun aber weitgehend eingepreist ist und die Währung infolgedessen stärker geworden ist, dürfte die Fortsetzung des Prozesses den Dollar ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in die Höhe treiben. In dem Artikel heißt es: "Wir erwarten daher, dass sich der Dollar in den kommenden Wochen stabilisieren und möglicherweise gegenüber bestimmten Währungspaaren mit attraktiven inländischen Fundamentaldaten abwerten wird." Hinsichtlich der Risiken für ihren Ausblick merkt die Bank an, dass mehrere Faktoren eine nachhaltigere Dollarschwäche verhindern könnten, darunter die überraschende Stärke des in dieser Woche veröffentlichten Berichts über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft, die hartnäckig hohe US-Inflation und/oder der "Dot Plot" der FOMC-Sitzung im September, der bis zu vier weitere Zinserhöhungen im Jahr 2024 zeigen könnte. In Bezug auf eine bestimmte Richtung fügten sie hinzu: "Wir gehen davon aus, dass der Dollar im Laufe der Zeit auf breiter Front abwerten wird, da wir davon ausgehen, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft fortsetzen wird und dass eine Verlangsamung des Binnenwachstums und eine niedrigere Inflation es der Fed ermöglichen werden, bis zum dritten Quartal 2023 die Zinserhöhung beizubehalten. Damit sich dieser Trend durchsetzt, benötigen die Märkte jedoch möglicherweise deutlichere Anzeichen dafür, dass die Ausbrüche der Delta-Variante hinter uns liegen und dass der Inflationsdruck in den USA nachgelassen hat."
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