ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Goldman Sachs nennt zwei Top-Kupferaktien bei globaler Angebotsverknappung

Die Investmentbank prognostiziert bis 2026/27 einen deutlich angespannteren Kupfermarkt außerhalb der USA und empfiehlt zwei Favoriten.

Goldman Sachs nennt zwei Top-Kupferaktien bei globaler Angebotsverknappung

Goldman Sachs hat zwei führende Kupferaktien als Top-Favoriten identifiziert und begründet dies mit einer sich deutlich verschärfenden Angebotslage im globalen Kupfermarkt. Die Investmentbank erwartet bis 2026 und 2027 erhebliche Defizite außerhalb der USA – ausgelöst durch ein schwächeres Minenangebot und zollbedingte Verschiebungen der Handelsströme.

Das weltweite Minenangebot wurde für die Jahre 2026 und 2027 um rund 350.000 Tonnen reduziert, was etwa 1,5 Prozent des globalen Minenangebots entspricht. Dieser Rückgang ist laut Goldman Sachs primär auf die langsamere Erholung der Minen Grasberg und Kamoa-Kakula zurückzuführen. Eine vollständige Erholung der Produktion wird erst für das Jahr 2028 erwartet.

Gleichzeitig gleicht die Verfügbarkeit von Kupferschrott die Knappheit bei raffiniertem Kupfer nicht aus – insbesondere wegen der schwächeren inländischen Verfügbarkeit in China. Stärkere US-Importe im ersten Halbjahr 2026 entziehen dem System außerhalb der USA zusätzlich Metall und verschärfen die Lage weiter.

Erhebliche Defizite außerhalb der USA erwartet

Goldman Sachs prognostiziert, dass die US-Lagerbestände im Jahr 2026 um rund 900.000 Tonnen auf etwa 1,8 Millionen Tonnen bis zum Jahresende ansteigen werden. Dies führt zu einer erheblichen Verschiebung der Marktbilanz außerhalb der USA: Die Bank erwartet Defizite von rund 640.000 Tonnen im Jahr 2026 und 170.000 Tonnen im Jahr 2027.

Der wichtigste kurzfristige Katalysator ist die noch in diesem Monat erwartete Entscheidung über US-Zölle auf Kupfer. Sollten Zölle zum Januar 2027 eingeführt werden, würde dies voraussichtlich zu vorgezogenen US-Importen führen – was den Markt außerhalb der USA weiter verknappen und die LME-Preise in der zweiten Jahreshälfte 2026 potenziell über 14.000 US-Dollar pro Tonne treiben könnte.

Bleiben Zollnachrichten hingegen aus, könnten die Preise angesichts der bestehenden Knappheit auf dem aktuellen Niveau unterstützt bleiben. Ein definitives Ausbleiben von Zöllen würde das Defizit außerhalb der USA jedoch verringern und könnte das Jahr 2027 wieder in einen Überschuss drehen – mit einem entsprechenden Preisdruck in Richtung rund 12.800 US-Dollar pro Tonne.

Lundin Mining: Günstige Bewertung mit hohem Kupfer-Hebel

Als ersten Top-Favoriten stuft Goldman Sachs Lundin Mining mit einem Kaufvotum ein. Ausschlaggebend ist die relative Bewertung: Lundin wird mit etwa dem 1-fachen Kurs-Nettoinventarwert (P/NAV) gehandelt, während vergleichbare Unternehmen das 1,5- bis 2-fache erzielen. Damit erscheint die Aktie im Sektorvergleich deutlich unterbewertet.

Kupfer macht bei Lundin Mining mittlerweile 85 Prozent des Gesamtumsatzes aus – einer der höchsten Werte im gesamten Sektor. Das Unternehmen hat zuletzt durch kontinuierliche Produktionsleistung und Kostendisziplin eine starke operative Performance gezeigt. Zu den künftigen Wachstumskatalysatoren zählen die RIGI-Genehmigung für das Projekt Vicuna sowie eine für Ende 2026 erwartete endgültige Investitionsentscheidung. Im ersten Quartal 2026 meldete Lundin Mining starke Finanzergebnisse mit robuster bereinigter EBITDA-Marge und signifikanter Cashflow-Generierung.

Antofagasta: Seltene skalierbare Kupfer-Gold-Aktie in Europa

Als zweiten Favoriten empfiehlt Goldman Sachs die an der Londoner Börse notierte Antofagasta (LON: ANTO) mit einem Kaufvotum. Die Bank hebt dabei den Kupfer-Gold-Hebel sowie die Knappheitsprämie hervor: Antofagasta gilt als eine der wenigen skalierbaren, reinen europäischen Kupfer-Gold-Aktien überhaupt.

Das Portfolio des chilenischen Bergbauunternehmens wird durch die Minen Centinela und Pelambres verankert, die zusammen rund 80 Prozent der aktuellen Produktion ausmachen. In diesem Jahrzehnt sollen diese beiden Anlagen etwa 95 Prozent des Produktionswachstums vorantreiben. Besonders die Erweiterung von Centinela – insbesondere der planmäßige Fortschritt des zweiten Konzentrators – stellt einen wichtigen Wachstumstreiber dar.

Antofagasta war zuletzt allerdings auch Gegenstand mehrerer kritischer Analysteneinschätzungen: Berenberg stufte die Aktie auf „Hold" herab, RBC Capital auf „Underperform" und JPMorgan auf „Neutral". Goldman Sachs hält dennoch an seiner positiven Einschätzung fest und verweist auf die bewährte Umsetzungsstärke des Unternehmens sowie glaubwürdige mittelfristige Wachstumsziele.

KupferaktienGoldman SachsLundin MiningAntofagastaKupfermarktLme KupferpreisMinenangebot

Disclaimer