Goldman Sachs hebt Euro-Prognose an: EUR/USD mit Aufwärtspotenzial bis 2026
Investmentbank sieht breite Dollar-Schwäche als Haupttreiber für weitere Kursgewinne der Gemeinschaftswährung

Goldman Sachs hat seine Prognose für den Euro deutlich angehoben und erwartet weiteres Aufwärtspotenzial für EUR/USD in den kommenden Monaten. Obwohl sich das Währungspaar bereits nahe dem Drei-Monats-Ziel der Bank von 1,18 US-Dollar bewegt, sehen die Analysten verschiedene Faktoren, die den Euro bis weit ins Jahr 2026 hinein stützen dürften.
Die Investmentbank betont, dass nicht mehr der Euro selbst die Marktbewegungen anführt, wie es noch Anfang 2025 der Fall war. Stattdessen profitiere die Gemeinschaftswährung nun vom "Rückenwind einer breit angelegten Dollar-Abwertung". Die Währungsmärkte zeigten sich "bemerkenswert korreliert", wobei EUR/USD eine enge Beziehung zum breiteren Dollar-Index beibehalte.
Goldman räumt ein, dass die Bewertungsargumente für eine Euro-Aufwertung zwar abgenommen haben und die Währung "weit davon entfernt ist, prozyklisch zu sein". Dennoch identifiziert die Bank mehrere unterstützende Faktoren für die europäische Währung.
Positive Wirtschaftsdaten aus Europa
Ein wichtiger Faktor sind ermutigende makroökonomische Daten aus der Eurozone. Goldman verweist insbesondere auf "zukunftsgerichtete Komponenten wie die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe um den Jahreswechsel" als positive Indikatoren. Diese Verbesserungen der wirtschaftlichen Fundamentaldaten könnten der Währung zusätzliche Unterstützung bieten.
Die Bank hebt zudem Euro-spezifische Faktoren hervor, darunter potenzielle Änderungen bei den Devisenabsicherungspraktiken von Vermögensverwaltern. Eine Underperformance der US-Aktienmärkte könnte dazu führen, dass internationale Investoren ihre Hedging-Strategien anpassen, was sich insbesondere positiv auf den Euroraum auswirken könnte.
Europäische Integration als Unterstützung
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Zur AktienanalyseLangfristig könnten auch politische Entwicklungen dem Euro Auftrieb verleihen. Goldman verweist auf Diskussionen über eine weitere europäische Integration und Ausgabeninitiativen. Zwar befinden sich Gespräche über gemeinsame Anleihenemissionen oder eine weitere Ausnahme von der deutschen Schuldenbremse noch in einem frühen Stadium. Im Falle einer Umsetzung könnten diese Maßnahmen jedoch dem Euro und "potenziell sogar noch stärker seinen Satellitenwährungen" zugutekommen.
Die Analyse der Investmentbank deutet darauf hin, dass der Euro in den kommenden Monaten weniger durch eigene Stärke als vielmehr durch die Schwäche des US-Dollars profitieren wird. Diese veränderte Dynamik markiert einen deutlichen Unterschied zur Entwicklung zu Jahresbeginn 2025.


