Goldman Sachs erwägt Bonuskürzung von mindestens 40%
Die Kürzung für die 3.000 Mitarbeiter wäre die stärkste seit der Finanzkrise

Goldman Sachs erwägt, den Bonuspool für seine mehr als 3.000 Investmentbanker in diesem Jahr um mindestens 40 Prozent zu kürzen. Vorstandschef David Solomon würde damit einen tieferen Einschnitt wagen als seine Wall-Street-Konkurrenten.
Die endgültige Höhe der Boni bei Goldman steht noch nicht fest, aber die Aussicht auf die Kürzungen hat die Befürchtung genährt, dass die Bank im neuen Jahr mit einer hohen Personalfluktuation konfrontiert sein könnte, so mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Kürzungen, die schlimmsten seit der Finanzkrise 2008, verdeutlichen, dass das Bankgeschäft an der Wall Street von einer Not zur nächsten geht – eine Branche, die noch im letzten Jahr vielen Angestellten aufgrund von Rekordeinnahmen aus Börsengängen und Unternehmensfusionen hohe Boni gezahlt hat.
Laut Refinitiv-Daten liegt Goldman bei den Investmentbanking-Gebühren in diesem Jahr weltweit an zweiter Stelle hinter JPMorgan Chase. Goldmans Kronjuwel, der Bereich ‚Fusionen und Übernahmen‘, hat Marktanteile hinzugewonnen und liegt in der Rangliste an erster Stelle.
JPMorgan Chase, Citigroup und Bank of America erwägen alle eine Kürzung ihrer Investmentbanking-Bonuspools um 30 Prozent.
Laut zwei Personen, die mit den Verhandlungen, die noch nicht abgeschlossen sind, vertraut sind, rechnet die Kapitalmarktabteilung der BofA in diesem Jahr mit einem Rückgang der Gesamtvergütung um mehr als ein Drittel.
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Zur AktienanalyseMit Kürzungen von 50 Prozent oder mehr werden die obersten Führungskräfte der BofA-Einheit den größten Teil der Einbußen hinnehmen müssen, fügten die Personen hinzu. Die Bank hat weniger Spielraum, um die Gehälter von Nachwuchskräften zu kürzen, da sie an Gehaltsschemata gebunden ist und viele Beschäftigte bei einer Beförderung mit erheblichen Steigerungen rechnen müssen.
Die BofA lehnte eine Stellungnahme ab.


