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Goldman Sachs erwägt Rettung von Northvolt

Investoren gesucht: Batteriehersteller kämpft mit Liquiditätskrise und sucht neue Geldquellen

Goldman Sachs erwägt Rettung von Northvolt

Die Investmenttochter der US-Bank Goldman Sachs erwägt, sich an einer Rettung des schwedischen Batterieherstellers Northvolt zu beteiligen. Northvolt, ein Zulieferer der Elektroautoindustrie, befindet sich derzeit in einer Liquiditätskrise und versucht, neue Finanzmittel von Investoren zu gewinnen. Dabei geht es darum, die Produktion von Batteriezellen auszubauen und gleichzeitig die bestehenden Kosten zu senken. In den letzten Wochen hat das Unternehmen bereits Mitarbeiter entlassen und Projekte reduziert, um die Krise zu bewältigen.

Goldman Sachs Asset Management, der zweitgrößte Anteilseigner von Northvolt, spielt eine zentrale Rolle bei der Suche nach einer Lösung für das Unternehmen. Laut Insiderinformationen laufen derzeit Gespräche, in denen Goldman Sachs versucht, weitere Investoren für eine gemeinsame Rettungsaktion zu gewinnen. Ein Engagement von Goldman Sachs hängt jedoch von der Bereitschaft anderer Investoren ab, sich ebenfalls zu beteiligen.

Northvolt strebt eine Finanzspritze von rund 200 Millionen Euro an, um seinen kurzfristigen Kapitalbedarf zu decken. Rund 150 Millionen Euro davon sollen bereits im Rahmen mündlicher Vereinbarungen zugesichert worden sein. Zu den potenziellen Unterstützern zählt auch der Automobilhersteller Volkswagen, der über seine Tochtergesellschaft Scania Batteriezellen vorbestellen könnte. Allerdings steht auch Volkswagen unter dem Druck, eigene Kosten zu senken.

Neben Goldman Sachs könnte auch der Northvolt-Mitbegründer Harald Mix einen wichtigen Beitrag leisten. Mix kündigte an, 100 Millionen schwedische Kronen, etwa 8,75 Millionen Euro, in das Unternehmen zu investieren. Zudem wird erwartet, dass auch zwei schwedische Pensionsfonds, der private AMF und der staatliche AP-Fonds, möglicherweise weiteres Kapital bereitstellen. Diese Investitionen stehen jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich auch andere Anteilseigner und Kreditgeber beteiligen.

Northvolt hat seit seiner Gründung im Jahr 2017 bereits rund 9,2 Milliarden Euro an Fremd- und Eigenkapital erhalten, steht jedoch weiterhin vor großen operativen Herausforderungen. Das Unternehmen versucht, in verschiedenen Batterietechnologien zu wachsen, was zu erheblichen finanziellen und strukturellen Hürden geführt hat. Trotz dieser Schwierigkeiten arbeitet Northvolt nach eigenen Angaben intensiv an einem Finanzierungspaket, um die Krise zu überwinden und seine Produktionskapazitäten zu erweitern.

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