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Goldman Sachs dominiert EMEA-M&A-Markt mit 44 Prozent Marktanteil

Im ersten Halbjahr 2026 erreicht das EMEA-Transaktionsvolumen ein 19-Jahres-Hoch von 676 Milliarden Dollar.

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Goldman Sachs dominiert EMEA-M&A-Markt mit 44 Prozent Marktanteil

Goldman Sachs hat im ersten Halbjahr 2026 seine Führungsposition im Beratungsgeschäft für Fusionen und Übernahmen (M&A) in der EMEA-Region weiter ausgebaut. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG sicherte sich die US-Investmentbank einen Marktanteil von 44 Prozent – der höchste Wert für diesen Zeitraum seit 2018, als Goldman 46 Prozent erreichte. Die Bank beriet insgesamt bei 111 Transaktionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

Das Gesamtvolumen der M&A-Transaktionen in der EMEA-Region belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf beeindruckende 676 Milliarden US-Dollar. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahresniveau und markiert ein 19-Jahres-Hoch. Als wesentlicher Treiber gilt laut LSEG-Daten ein Umfeld mit lockereren regulatorischen Beschränkungen.

Goldman bei den Mega-Deals vorn

Der entscheidende Wettbewerbsvorteil von Goldman Sachs liegt in der Beratung bei den größten Transaktionen. Die Bank war bei 15 der 20 größten Deals im EMEA-Raum federführend beteiligt. Dazu zählt die Beratung von Unilever – gemeinsam mit Morgan Stanley – beim Verkauf seines Lebensmittelgeschäfts an den US-Gewürzkonzern McCormick für rund 45 Milliarden US-Dollar. Dies war die größte Einzeltransaktion der Region im Berichtszeitraum.

Ebenfalls zu den bedeutenden Mandaten gehörte die Beratung von TK Elevator bei der Fusion mit dem finnischen Aufzugshersteller Kone im Wert von 34 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus beriet Goldman die Commerzbank, die sich gegen ein Übernahmeangebot der italienischen UniCredit in Höhe von 28 Milliarden US-Dollar zu wehren versucht – ein Deal, der die deutsche Finanzbranche seit Monaten beschäftigt.

JPMorgan folgt als zweitgrößter Berater in der EMEA-Region mit einem Marktanteil von 35 Prozent und einer Beteiligung an 99 angekündigten Deals. Der Vorsprung von Goldman gegenüber JPMorgan beträgt damit 9 Prozentpunkte – im ersten Halbjahr 2025 lag dieser Abstand noch bei 11 Prozentpunkten, sodass JPMorgan den Rückstand leicht verringern konnte. JPMorgan war an 13 der 20 größten Transaktionen beteiligt, jedoch nicht am McCormick-Unilever-Deal.

Rothschild führt bei der Anzahl der Transaktionen

Bei der reinen Anzahl der beratenen Deals liegt die unabhängige Beratungsboutique Rothschild mit 163 Transaktionen vor Goldman Sachs. Dies unterstreicht das unterschiedliche Geschäftsmodell der beiden Häuser: Während Rothschild auf eine breite Abdeckung des Marktes setzt, konzentriert sich Goldman auf die volumenstärksten Megadeals. Weltweit hält Goldman Sachs einen M&A-Marktanteil von 38 Prozent.

Die starken Halbjahreszahlen stehen im Kontrast zur Entwicklung des Vorjahres. Im Jahr 2025 hatten die M&A-Aktivitäten zunächst gestockt, was Banker auf die Unsicherheiten rund um die Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus zurückführten. Die Märkte bleiben nach wie vor hochvolatil, und Branchenexperten warnen, dass sich die Ranglisten noch erheblich verschieben könnten, sollten angekündigte Transaktionen nicht zum Abschluss kommen.

Dennoch zeigen sich Unternehmen entschlossen, strategische Weichen zu stellen. Carsten Woehrn, Co-Leiter M&A für die EMEA-Region bei Goldman Sachs, erklärte: „Unternehmen nehmen eine langfristige strategische Perspektive ein und investieren dort, wo sie in den kommenden Jahrzehnten stehen wollen, nicht nur in den nächsten Quartalen." Diese Haltung spiegelt sich in den rekordverdächtigen Transaktionsvolumina des ersten Halbjahres wider.

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