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Goldman Sachs: Dollar bleibt stark wegen Energieschock

Der handelsgewichtete Dollar legte seit Kriegsbeginn mit dem Iran rund 2% zu – und die Stärke könnte anhalten.

Goldman Sachs: Dollar bleibt stark wegen Energieschock

Goldman Sachs analysiert die aktuellen Devisenmärkte und stellt fest: Der handelsgewichtete Dollar hat seit Beginn des Konflikts mit dem Iran rund 2% an Wert gewonnen. Treiber dieser Entwicklung sind höhere Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Terms of Trade – also die Austauschverhältnisse im internationalen Handel – der verschiedenen Währungen.

Die Marktbewegungen seit Monatsbeginn zeigen laut Goldman Sachs, dass Anleger den Fokus stärker auf den Inflationsschub als auf eine mögliche Wachstumsdämpfung legen. US-Aktien blieben widerstandsfähig, während die Anleiherenditen über alle Laufzeiten hinweg stiegen – ein klassisches Muster in Inflationsphasen.

Ende vergangener Woche rückten jedoch zunehmende Rezessionssorgen in den Vordergrund. Der japanische Yen zeigte eine wachsende Outperformance, während sogenannte High-Beta-Währungen, die typischerweise von höheren Energiepreisen profitieren – darunter Kanadischer Dollar, Australischer Dollar und Brasilianischer Real – unter Druck gerieten.

Goldman Sachs empfiehlt Short-Positionen in EUR/USD

Das Investmenthaus empfiehlt Short-Positionen in EUR/USD als effektive Absicherung gegen steigende Erdgaspreise. Diese Strategie erwies sich in den vergangenen Wochen als wirkungsvoll, da Europa besonders stark von höheren Gaspreisen betroffen ist.

Zusätzlich legt Goldman Sachs nahe, dass Short-Positionen in EUR/CHF eine noch wirksamere Absicherung darstellen könnten als zu Beginn des Schocks. Der Grund: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks weniger bereit sein, eine Franken-Stärke aktiv zu begrenzen.

Die Basisprognose des Instituts geht von einer Normalisierung der Warenströme durch die Straße von Hormus bis Ende April aus – auch die Märkte preisen eine rasche Deeskalation ein. Ohne diese Normalisierung bleiben die Risiken laut Goldman Sachs klar in Richtung höherer Preise, wobei globale Wachstumsängste die Märkte ebenso stark belasten könnten wie Inflationssorgen.

Yen als sicherer Hafen bei Rezessionsrisiken

Mittelfristig erwartet Goldman Sachs eine Abschwächung des Dollars. Die jüngste Stärke könnte jedoch so lange anhalten, bis das Ende des Energieschocks klarer absehbar ist. Sollte das steigende Rezessionsrisiko zur dominierenden Marktsorge werden, dürfte der Yen sein traditionell inverses Beta zum Risiko deutlicher ausspielen – mit einem erwarteten Rückgang von USD/JPY.

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