Gold vor größtem Tagesgewinn seit 2008 – Anleger kaufen massiv
Der Goldpreis schnellt um über 5 Prozent nach oben und erholt sich vom Wochenausverkauf.

Der Goldpreis erlebt am Dienstag eine spektakuläre Erholung und steuert auf den stärksten Tagesgewinn seit der Finanzkrise 2008 zu. Der Kassapreis für das Edelmetall kletterte bis 12:34 GMT um 5,3 Prozent auf 4.913,59 Dollar je Unze. Damit macht Gold einen großen Teil der Verluste vom Wochenanfang wieder wett, als der Preis auf ein Tief von 4.403,24 Dollar abgestürzt war.
Die US-Gold-Futures für April-Lieferung legten sogar um 6,1 Prozent auf 4.936,20 Dollar zu. Noch eindrucksvoller fiel die Erholung bei Silber aus: Das weiße Edelmetall sprang um 9 Prozent auf 86,60 Dollar je Unze, nachdem es am Freitag einen historischen Tagesrückgang von 27 Prozent verzeichnet hatte.
Überverkaufter Markt korrigiert sich
"Der Markt war überverkauft nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve zu nominieren", erklärt Peter Fertig, Analyst bei Quantitative Commodity Research. "Was wir heute sehen, ist eine Gegenbewegung." Anleger, die zuvor Gewinne mitgenommen hatten, nutzen die gefallenen Preise nun wieder als Kaufgelegenheit.
Die anfängliche Schwäche war durch mehrere Faktoren ausgelöst worden. Investoren rechnen damit, dass der designierte Fed-Chef Warsh zwar Zinssenkungen unterstützen, gleichzeitig aber die Bilanz der Notenbank straffen wird – ein Schritt, der typischerweise den Dollar stärkt und Gold belastet. Zusätzlich erhöhte die CME Group die Margin-Anforderungen für Edelmetall-Futures, was den Verkaufsdruck verstärkte.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Volatilität sehen Marktexperten die langfristige Hausse intakt. "Gold hat nun seine erste Korrekturhürde bei 4.858 Dollar überwunden, wodurch der Fokus auf 5.000 Dollar verschoben wird – das 50-Prozent-Retracement des jüngsten Einbruchs", sagt Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank. Für Silber liegen die entsprechenden Niveaus bei 90,58 und 96,52 Dollar.
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Zur AktienanalyseDie Analysten erwarten, dass Gold im späteren Jahresverlauf neue Rekordhöhen erreichen wird. Der bisherige Höchststand liegt bei 5.594,82 Dollar je Unze, aufgestellt in der vergangenen Woche. Auch andere Edelmetalle profitierten von der Erholung: Platin stieg um 5,4 Prozent auf 2.235 Dollar, Palladium legte 4,8 Prozent auf 1.801,50 Dollar zu.
Unterdessen teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass der wichtige Arbeitsmarktbericht für Januar aufgrund einer teilweisen Stilllegung der Bundesregierung nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht wird. Dies sorgt für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten und könnte die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold weiter stützen.


