Gold verzeichnet besten Tag seit sechs Monaten – Iran-Hoffnung treibt Märkte
Mögliches Iran-Abkommen beflügelt Gold auf Sieben-Wochen-Hoch, während Technologiewerte nachgeben und Anleger auf US-Jobdaten warten.

Gold hat am Mittwoch seinen stärksten Tagesgewinn seit sechs Monaten verbucht und dabei den höchsten Stand seit sieben Wochen erreicht. Als Treiber gilt die wachsende Hoffnung auf ein Ende des Iran-Konflikts sowie die Erwartung eines nachlassenden Drucks auf die US-Notenbank Federal Reserve, die Zinsen weiter anzuheben. Trotz des beeindruckenden Tagesgewinns liegt das Edelmetall jedoch immer noch rund 20 Prozent unter dem Niveau zu Beginn des Iran-Krieges Ende Februar.
Der Goldmarkt profitiert dabei von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Neben den geopolitischen Hoffnungen spielen auch die Zentralbanken eine Rolle – ihr schwankendes Akkumulationsverhalten beeinflusst den Markt ebenso wie die Funktion von Gold als Diversifikationsinstrument in Anlageportfolios. Für Privatanleger bleibt Gold damit ein vielschichtiges Investment, das sowohl von Zinsentwicklungen als auch von geopolitischen Ereignissen abhängt.
Iran-Abkommen und Ölpreis im Fokus
Die Rohölsorte Brent notierte am Donnerstag schwächer unter 80 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund ist, dass der Iran Pläne für ein möglicherweise bevorstehendes Abkommen mit dem Oman andeutete. Allerdings soll dieses potenzielle Abkommen Teheran die Kontrolle über den eingehenden Verkehr in der Straße von Hormus belassen – ob Washington dieses Arrangement akzeptieren wird, gilt als ungewiss.
Der niedrigere Ölpreis hat zusammen mit schwachen US-Arbeitsmarktdaten dazu beigetragen, den Druck auf den Zinsmarkt und auf US-Staatsanleihen etwas zu verringern. Der Personaldienstleister ADP meldete für Juli einen hinter den Erwartungen zurückbleibenden Stellenaufbau im Privatsektor. Alle Augen richten sich nun auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für Juli, der am Freitag veröffentlicht wird.
Geteiltes Bild an den Aktienmärkten
An den US-Börsen zeigte sich am Mittwoch ein gespaltenes Bild. Während der technologielastige Nasdaq leicht nachgab – belastet durch Kursverluste nach den Quartalszahlen von AMD sowie von Sandisk und Western Digital – erreichte der Dow Jones ein neues Allzeithoch. Auch SpaceX-Zahlen drückten auf die Stimmung im Tech-Segment.
Die asiatischen Aktienmärkte folgten dem Rückzug der US-Technologiewerte. Der südkoreanische KOSPI verlor am Donnerstag mehr als 4 Prozent, der japanische Nikkei fiel um knapp 1 Prozent. Die Futures an der Wall Street zeigten sich vor Börsenbeginn uneinheitlich.
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Zur AktienanalyseFed-Mitglieder senden gemischte Signale
Innerhalb der US-Notenbank sind weiterhin unterschiedliche Töne zu hören. Fed-Gouverneurin Lisa Cook erklärte, sie sei bereit, die Zinsen anzuheben, falls die Inflation nicht bald sinke. Mary Daly von der Federal Reserve Bank of San Francisco hingegen signalisierte, dass sie sich mit der aktuellen abwartenden Haltung der Fed wohler fühle, während man auf weitere Daten warte.
Diese divergierenden Aussagen spiegeln die Unsicherheit wider, die derzeit an den Märkten herrscht. Investoren wägen die Fed-Kommentare sorgfältig ab, während sie gleichzeitig auf den Freitags-Arbeitsmarktbericht warten. Auf der Agenda stehen zudem die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Lohnstückkosten und Produktivitätsdaten für das zweite Quartal. Auf Unternehmensseite berichten unter anderem Cloudflare, ConocoPhillips und Warner Bros. Discovery ihre Quartalsergebnisse.


