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Gold verliert nach starken US-Jobdaten – Dollar-Stärke belastet

Edelmetall gibt 0,5 Prozent nach, während robuster Arbeitsmarktbericht Fed-Zinssenkungen unwahrscheinlicher macht

Gold verliert nach starken US-Jobdaten – Dollar-Stärke belastet

Der Goldpreis ist am Donnerstagmorgen unter Druck geraten. Bis 7:42 Uhr deutscher Zeit fiel der Spotpreis um 0,5 Prozent auf 5.055,24 Dollar je Unze. Am Vortag hatte das Edelmetall noch mit einem Plus von mehr als einem Prozent geschlossen.

Auslöser für die Schwäche ist ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht. Die US-Wirtschaft schuf im Januar deutlich mehr Stellen als erwartet, während die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent sank. "Der starke Arbeitsmarktbericht führte zu einer Dämpfung der Erwartungen an Fed-Zinssenkungen, was die glanzlose Goldpreisentwicklung erklärt", kommentiert Christopher Wong, Stratege bei OCBC.

Der US-Dollar-Index legte im Anschluss an die Jobdaten zu. Ein festerer Dollar macht in der US-Währung notierte Rohstoffe für Anleger aus anderen Währungsräumen teurer und belastet damit die Nachfrage. Die April-Futures für US-Gold verbilligten sich um 0,4 Prozent auf 5.077,30 Dollar je Unze.

Arbeitsmarktdaten überzeichnen reale Lage

Allerdings dürfte der stärkste Stellenzuwachs seit 13 Monaten die tatsächliche Verfassung des Arbeitsmarktes überzeichnen. Revisionen zeigten, dass die US-Wirtschaft im Jahr 2025 lediglich 181.000 neue Stellen schuf – weit weniger als die zuvor geschätzten 584.000. Dies wirft Fragen zur nachhaltigen Stärke des Arbeitsmarktes auf.

Parallel prognostizierte das Congressional Budget Office einen Anstieg des US-Haushaltsdefizits auf 1,853 Billionen Dollar im Geschäftsjahr 2026. Die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump verschlechtert damit die Haushaltslage bei gleichzeitig geringem Wirtschaftswachstum – ein Faktor, der Gold langfristig stützen könnte.

Fed-Politik bleibt im Fokus

Laut einer Reuters-Umfrage wird die Federal Reserve die Zinsen bis zum Ende der Amtszeit von Jerome Powell im Mai unverändert lassen. Erst im Juni unter dem voraussichtlichen Nachfolger Kevin Warsh wird eine erste Zinssenkung erwartet. Ökonomen warnen jedoch, dass die Geldpolitik unter Warsh zu locker werden könnte.

"Die Sensitivität gegenüber dem Dollar und die Unsicherheit über die Fed-Politik dürften vorerst Risiken in beide Richtungen für Gold darstellen", so OCBC-Stratege Wong. Anleger warten nun auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag sowie die Inflationsdaten am Freitag, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs zu erhalten.

Andere Edelmetalle unter Druck

Auch andere Edelmetalle gerieten unter Verkaufsdruck. Silber fiel um 0,6 Prozent auf 83,49 Dollar je Unze, nachdem es am Vortag noch um vier Prozent zugelegt hatte. Platin verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 2.109,45 Dollar, während Palladium gegen den Trend um 0,3 Prozent auf 1.705,25 Dollar stieg.

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