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Gold unter Druck: Was gescheiterte Friedensverhandlungen bedeuten

Gescheiterte Gespräche in Islamabad belasten Risikoanlagen – Gold kämpft um entscheidende Unterstützungs- und Widerstandszonen.

Gold unter Druck: Was gescheiterte Friedensverhandlungen bedeuten

Das Scheitern der Friedensverhandlungen in Islamabad hat die Finanzmärkte zu Wochenbeginn belastet. Da bereits ein erhebliches Maß an Optimismus eingepreist war, reagierten die Märkte weitgehend wie erwartet: schwächer in die Woche gestartet, während der Ölpreis direkt nach Handelsbeginn am Montag nach oben sprang. Gold konnte sich von seinen Tiefstständen über Nacht erholen und einige Verluste während des europäischen Vormittagshandels wettmachen.

Der kürzlich angekündigte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hatte den Märkten zunächst etwas Druck genommen. Verbunden war dies mit der vorsichtigen Hoffnung, dass die Gespräche in Islamabad das ursprüngliche zweiwöchige Zeitfenster verlängern könnten. Diese Diskussionen sind nun jedoch ohne Einigung beendet worden – mit spürbaren Folgen für die Energiemärkte.

Straße von Hormus bleibt faktisch geschlossen

Das Scheitern der Verhandlungen bedeutet, dass die Straße von Hormus vorerst faktisch geschlossen bleibt. Dies setzt die Energiemärkte weiter unter Druck und erhöht die Aussicht auf länger anhaltend hohe Ölpreise. Der Ölpreis ist um etwa 7–8% gestiegen, nachdem Berichte aus Washington bekannt wurden, wonach die US-Marine eine Blockade iranischer Häfen beginnen will.

Höhere Ölpreise wiederum beleben potenziell Sorgen über eine Stagflation, treiben die Anleiherenditen nach oben und bedeuten erneut Gegenwind für Gold, Aktien und Währungen. Anstelle der von vielen erhofften Deeskalation sehen die Märkte nun eine erneute Eskalation. Dennoch stellt sich die Frage, ob diese Verhandlungsrunde zumindest eine Grundlage für den weiteren Dialog innerhalb des verbleibenden Waffenstillstandsfensters geschaffen hat.

Gold in enger Handelsspanne gefangen

Vorerst geraten Risikoanlagen, einschließlich Gold, erneut unter Druck. Das Edelmetall konnte zwar einen beträchtlichen Teil der in den letzten zwei Wochen erzielten Gewinne behaupten, bleibt jedoch in einer Handelsspanne gefangen. Der erste Widerstand liegt bei etwa 4.730 US-Dollar, was dem Tiefststand vom Freitag entspricht.

In der vergangenen Woche hatte Gold Mühe, die Widerstandszone zwischen 4.800 und 4.850 US-Dollar zu durchbrechen. Dieser Bereich bleibt auch in dieser Woche entscheidend. Es handelt sich um eine sogenannte Konfluenzzone – eine ehemalige Unterstützung, die nun zum Widerstand wurde, die Unterseite einer gebrochenen Trendlinie sowie das 61,8%-Fibonacci-Retracement des Ausverkaufs vom März treffen hier zusammen. Solange dieser Bereich nicht überzeugend überwunden wird, ist es schwierig, ein starkes Argument für ein nachhaltiges Aufwärtspotenzial anzuführen.

Darüber hinaus sticht die Marke von 5.000 US-Dollar als nächstes wichtiges Niveau hervor – nicht nur psychologisch, sondern auch technisch, da das 78,6%-Retracement knapp darunter liegt. Ein klarer Ausbruch über 5.000 US-Dollar würde die Stimmung wahrscheinlich entscheidender zugunsten der Bullen verschieben.

Unterstützungszonen im Blick

Die jüngste Goldrallye wurde durch einen schwächeren US-Dollar, niedrigere Renditen und eine allgemein festere Tendenz an den Aktienmärkten unterstützt. Dieser Hintergrund ermöglichte es Gold, seine Erholung aus der Region von 4.100 bis 4.200 US-Dollar auszuweiten, wo der gleitende 200-Tage-Durchschnitt positioniert war.

Auf der Unterseite rückt nun 4.600 US-Dollar als erste Unterstützungsebene in den Fokus – ein Bereich, der zuvor als Widerstand fungierte und nun stützend wirken könnte. Darunter bleibt 4.500 US-Dollar relevant. Das entscheidende Niveau ist jedoch 4.400 US-Dollar: Dieses hielt Anfang Februar stand, und obwohl es im März kurzzeitig unterschritten wurde, deutet die schnelle Erholung darüber auf seine anhaltende Bedeutung hin. Ein klarer Durchbruch und ein Schlusskurs unter 4.400 US-Dollar würde eine bedeutendere und deutlich negative Veränderung der Marktstruktur markieren.

Solange Gold zwischen 4.400 US-Dollar auf der Unterseite und 5.000 US-Dollar auf der Oberseite verbleibt, erscheint der Markt weitgehend in einer Handelsspanne gefangen. Das ist nicht zwangsläufig negativ – es erfordert lediglich einen anderen Ansatz. Angesichts der Volatilität gab es reichlich Handelsgelegenheiten, doch geht es dabei eher darum, zwischen den Niveaus zu handeln, als sich für längerfristige Trends zu positionieren. Ein entscheidender Ausbruch aus einer der beiden Seiten dieser Spanne sollte eine klarere Richtung vorgeben.

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