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Gold über 5.000 Dollar: Wochenkerze signalisiert Käuferdominanz

Sichere-Hafen-Zuflüsse und Dollar-Schwäche treiben Gold auf neue Höhen – technische Signale zeigen nach oben.

Gold über 5.000 Dollar: Wochenkerze signalisiert Käuferdominanz

Gold setzt seinen Aufwärtstrend fort und notiert komfortabel über der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 US-Dollar. Das Edelmetall profitiert dabei von einer Kombination aus Dollar-Schwäche, handelspolitischer Unsicherheit und geopolitischen Risiken. Allein zum Wochenbeginn legte der Goldpreis rund 1 Prozent zu und baute damit seine Gewinnserie auf vier aufeinanderfolgende Handelstage aus.

Auslöser für die jüngste Bewegung war ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zu den Zöllen von Präsident Trump, das Sorgen über die Belastung der US-Staatsfinanzen schürte. Hinzu kam Trumps Ankündigung am Wochenende, weltweite Abgaben von 15 Prozent einzuführen – ein Schritt, der die Index-Futures zur Eröffnung belastete und Anleger in sichere Häfen trieb. Auch die anhaltende Gefahr eines US-Militärschlags gegen den Iran hält Händler davon ab, zu enthusiastisch in Risikoanlagen einzusteigen.

Der US-Dollar konnte sich zwar von seinen Tiefstständen erholen, doch das makroökonomische Umfeld erschwert eine entschieden bullishe Haltung gegenüber der amerikanischen Währung. Dies dürfte Gold bei möglichen Kursrücksetzern weiter stützen. Bereits drei Wochen in Folge verzeichnete das Edelmetall Kursgewinne – ein klares Zeichen, dass das Verkaufs-Momentum nach dem starken Einbruch Ende Januar merklich nachgelassen hat.

Technisches Bild: Hammerkerze als starkes Kaufsignal

Aus charttechnischer Sicht ist die wöchentliche Kerzenformation besonders bemerkenswert. Die hammerähnliche Struktur signalisiert, dass Käufer mit Überzeugung in den Markt eingestiegen sind – und zwar genau nach dem heftigen Ausverkauf Ende Januar. Diese Formation ist typischerweise kein Zeichen einer bevorstehenden Trendwende nach unten, sondern deutet auf anhaltende Käuferdominanz hin.

Der Ausbruch über die Marke von 5.100 Dollar ist technisch bedeutsam. Dieses Niveau hatte den Goldpreis am 11. Februar noch gedeckelt, doch nun liegen sowohl Tages- als auch Wochenschlusskurse darüber. Als nächste Kursziele auf der Oberseite rücken damit 5.290 Dollar und 5.390 Dollar in den Fokus – beides technisch relevante Zonen aus früheren Marktbewegungen.

Zusätzlich liefern Fibonacci-Retracement-Level des Januar-Rückgangs wichtige Orientierungspunkte. Das 61,8-Prozent-Retracement verläuft nahe 5.141 Dollar, das 78,6-Prozent-Niveau bei rund 5.342 Dollar. Beide Bereiche könnten als Widerstandszonen fungieren und den Aufwärtsdrang zumindest temporär bremsen.

Unterstützungsmarken im Blick behalten

Trotz der konstruktiven technischen Lage sollten Anleger auch mögliche Rücksetzer im Auge behalten. Die Marke von 5.000 Dollar ist sowohl psychologisch als auch technisch von zentraler Bedeutung und definiert derzeit den kurzfristigen Trend. Ein nachhaltiger Rückfall darunter würde das Bild grundlegend verändern.

Noch kritischer ist das Freitagstief bei 4.982 Dollar. Ein entschiedener Durchbruch unter dieses Niveau würde voraussichtlich einen tieferen Rücksetzer auslösen. Zwischenunterstützungen befinden sich bei 5.100 Dollar, im Bereich um 5.046 Dollar sowie in der Zone bei 5.080 Dollar, die auf kurzfristiger Basis bereits Kaufinteresse geweckt hat.

Insgesamt bleibt die technische Struktur kurzfristig konstruktiv. Der Weg des geringsten Widerstands zeigt weiterhin nach oben, und Käufe bei kontrollierten Rücksetzern erscheinen als der umsichtigere Ansatz für Anleger, die von der anhaltenden Gold-Rallye profitieren möchten.

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