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Gold fällt um 4% nach Rekord: Gewinnmitnahmen beenden Rallye

Nach historischem Höhenflug setzen Anleger auf Gewinnmitnahmen – Silber gibt noch stärker nach

Gold fällt um 4% nach Rekord: Gewinnmitnahmen beenden Rallye

Die Preise für Gold und Silber sind am Freitag deutlich gefallen, nachdem die Edelmetalle am Vortag noch Rekordstände erreicht hatten. Spot-Gold verlor über 4% auf 5.156,64 Dollar je Unze, während Silber sogar um mehr als 5% auf 110,26 Dollar je Unze nachgab. Trotz der Korrektur bleiben beide Metalle seit Jahresbeginn deutlich im Plus: Gold steht etwa 20% höher, Silber verzeichnet ein beeindruckendes Plus von 53%.

Die Gewinnmitnahmen erfolgten nach einer beispiellosen Rallye, die Edelmetalle in diesem Jahr zu den Top-Performern unter den Anlageklassen machte. Anleger nutzten die Rekordstände, um Gewinne zu realisieren und ihre Portfolios neu zu gewichten. Die hohe Volatilität zeigt, wie nervös die Märkte derzeit auf geopolitische und geldpolitische Entwicklungen reagieren.

Trump kündigt Fed-Entscheidung an

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag uneinheitlich. US-Präsident Donald Trump kündigte an, seine Wahl für den nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve bekannt zu geben. Die fünfmonatige Suche nach einem Ersatz für Jerome Powell stehe kurz vor dem Abschluss, sagte Trump bei der Premiere des Films über First Lady Melania Trump.

Der Auswahlprozess für Powells Nachfolger begann im September mit einem Feld von 11 Kandidaten, darunter ehemalige und aktuelle Fed-Beamte, Ökonomen und Wall-Street-Experten. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, da sie die künftige Geldpolitik der USA maßgeblich beeinflussen wird.

Asiatische Börsen mit gemischter Tendenz

Südkoreas Kospi legte um 1,23% zu, während der Small-Cap-Index Kosdaq 0,99% gewann. Japans Nikkei 225 notierte 0,25% höher, der Topix stieg um 0,58%. Dagegen rutschte der Hang Seng Index in Hongkong um 0,71% ab, während der Festland-Index CSI 300 0,51% verlor.

In Indonesien trat der Leiter der Börse infolge einer MSCI-Warnung vor einer möglichen Herabstufung zurück. Der Jakarta Composite kletterte nach der Ankündigung um etwa 1%, was auf Hoffnungen auf einen Neuanfang hindeutet.

Ölpreise unter Druck durch Iran-Gespräche

Die Ölpreise gaben nach, nachdem Trump Berichten zufolge seine Bereitschaft zu Gesprächen mit dem Iran signalisierte – trotz der Entsendung eines weiteren Kriegsschiffs in den Nahen Osten. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, das Militär sei bereit, auf Anweisung des Präsidenten zu handeln. Trump nannte keine Details zum Umfang oder Zeitpunkt etwaiger Gespräche.

Der globale Referenzwert Brent verlor 1,43% und notierte bei 69,70 Dollar pro Barrel, während US-West Texas Intermediate 1,65% niedriger bei 64,33 Dollar pro Barrel gehandelt wurde.

US-Märkte reagieren auf Microsoft-Zahlen

Über Nacht in den USA fiel der S&P 500 um 0,13% auf 6.969,01 Punkte, belastet durch schwache Microsoft-Zahlen. Der Nasdaq Composite gab um 0,72% nach und schloss bei 23.685,12 Punkten. Lediglich der Dow Jones Industrial Average legte um 0,11% oder 55,96 Punkte zu und beendete den Handel bei 49.071,56 Punkten.

Trump unterstützte zudem eine Einigung im Senat zur Finanzierung der überwiegenden Mehrheit der Bundesregierung für den Rest des Fiskaljahres. Die Senatoren erzielten die Einigung nur etwas mehr als einen Tag vor einem drohenden teilweisen Regierungsstillstand, was die kurzfristige politische Unsicherheit für Anleger verringerte.

Bei den Kryptowährungen verlor Bitcoin mehr als 5% und erreichte den niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten. Die Korrektur zeigt, dass Risikoassets derzeit unter Druck stehen.

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