Gold erreicht Rekordhoch von 5.262 Dollar je Unze
Der Goldpreis klettert am Mittwoch auf ein historisches Allzeithoch von über 5.200 Dollar pro Unze. Auslöser sind geopolitische Spannungen und ein schwacher US-Dollar.

Der Goldpreis hat am Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht und kletterte zeitweise auf 5.266,38 Dollar je Unze. Gold-Futures für April stiegen sogar auf 5.297,86 Dollar. Damit setzt das Edelmetall seine beeindruckende Rally fort und verzeichnet im laufenden Jahr bereits ein Plus von rund 20 Prozent.
Geopolitische Unsicherheit treibt Anleger in sichere Häfen
Die starke Nachfrage nach dem Edelmetall wird vor allem durch die anhaltenden geopolitischen Spannungen befeuert. US-Präsident Donald Trump kündigte an, eine zweite Armada in Richtung Iran zu entsenden, und äußerte die Hoffnung auf ein Abkommen mit Teheran. Bereits zuvor hatten Trumps außenpolitische Initiativen – darunter ein möglicher Einmarsch in Venezuela und der Streit um Grönland – die globalen Spannungen erhöht und Investoren in sichere Anlagen getrieben.
Schwacher Dollar befeuert Edelmetallpreise
Zusätzlichen Rückenwind erhält Gold durch die anhaltende Schwäche des US-Dollar, der in dieser Woche auf ein Vierjahrestief gefallen ist. Trump signalisierte am Dienstag, dass ihn ein schwächerer Dollar nicht beunruhige – eine Aussage, die weitere Verluste beim Greenback auslöste. Ein schwacher Dollar macht Gold für Anleger außerhalb der USA attraktiver und günstiger.
Silber und Platin profitieren ebenfalls
Auch andere Edelmetalle zeigten sich stark: Silber legte um 2,8 Prozent auf 115,24 Dollar je Unze zu, während Platin um 1,3 Prozent auf 2.688,23 Dollar kletterte. Analysten der ANZ Bank verweisen auf eine besonders starke physische Nachfrage aus China, wo Anleger aufgrund begrenzter Anlagemöglichkeiten verstärkt auf Barren und Münzen setzen.
Fed-Entscheidung im Fokus
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Zur AktienanalyseDie Edelmetallrally fällt zeitlich mit dem Abschluss der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve zusammen. Erwartet wird, dass die Fed die Zinsen unverändert bei 3,75 Prozent belässt. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zur künftigen Geldpolitik und seinem Umgang mit dem Druck aus Washington auf Zinssenkungen.
Politischer Druck auf die Notenbank
Trump hatte am Dienstag angekündigt, kurz vor der Benennung eines Kandidaten für die Nachfolge Powells zu stehen, und betonte, dass unter neuer Führung die Zinsen fallen würden. Powell hatte zuvor bereits Bedenken über politische Einflussnahme auf die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert, nachdem das Justizministerium Untersuchungen eingeleitet hatte.


