Gold erholt sich nach Einbruch – US-Inflationsdaten entscheidend
Edelmetall steigt um 0,6 Prozent auf 4.950 Dollar, nachdem es am Vortag deutlich unter Druck geraten war.

Der Goldpreis hat sich am Freitagmorgen von seinem Einwochentief erholt und notierte um 7:26 Uhr MEZ bei 4.949,99 Dollar je Feinunze – ein Plus von 0,6 Prozent. Dennoch verzeichnet das Edelmetall im bisherigen Wochenverlauf ein Minus von 0,2 Prozent. Die US-Gold-Futures für die Lieferung im April kletterten um 0,4 Prozent auf 4.968 Dollar.
Am Donnerstag war Gold noch um rund drei Prozent eingebrochen und unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Dollar gefallen. Der Verkaufsdruck hatte sich nach einem deutlichen Einbruch an den Aktienmärkten verschärft. "Angesichts der hohen Volatilität und dieser großen runden Marken, die Aufschluss über die Positionierung geben, beschleunigen deutliche Durchbrüche diese Bewegungen sicherlich", erklärte Kyle Rodda, Senior Market Analyst bei Capital.com.
Technologiesektor belastet Märkte
Die asiatischen Aktienmärkte zogen sich am Freitag von ihren Rekordhochs zurück. Sorgen über schrumpfende Margen im Technologiesektor belasteten Unternehmen wie Apple. "Die Edelmetalle gaben gestern Abend zusammen mit den Aktien nach. Es gab keinen wirklichen makroökonomischen Auslöser", fügte Rodda hinzu.
Zusätzlichen Druck auf Gold übten am Mittwoch veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten aus. Diese zeigten, dass der amerikanische Arbeitsmarkt fester als erwartet in das Jahr 2026 gestartet ist. Die robusten Zahlen bestärkten die Ansicht, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen länger auf einem hohen Niveau belassen könnte.
Fed-Zinsentscheidung im Fokus
Die Anleger warten nun gespannt auf die im Tagesverlauf anstehenden US-Inflationsdaten. Diese könnten weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern. Derzeit sind für 2026 zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte eingepreist, wobei die erste für Juni erwartet wird. Das unverzinste Edelmetall Gold tendiert dazu, sich in einem Niedrigzinsumfeld besonders gut zu entwickeln.
Unterschiedliche Nachfrage in Asien
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Zur AktienanalyseIn Indien wurde Gold in dieser Woche zum ersten Mal seit einem Monat mit einem Abschlag gehandelt. Die verhaltene Nachfrage aufgrund schwankender Preise schreckte die Käufer ab. Der chinesische Markt verzeichnete hingegen im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Mondneujahr eine robuste Nachfrage.
Spot-Silber stieg um 1,5 Prozent auf 76,31 Dollar je Unze und erholte sich damit von einem Rückgang um elf Prozent am Donnerstag. Dennoch steuert das Metall auf einen Wochenverlust von 2,1 Prozent zu. Spot-Platin legte um 0,9 Prozent auf 2.018,44 Dollar zu, während Palladium um 2,2 Prozent auf 1.652,31 Dollar stieg. Beide Edelmetalle steuern ebenfalls auf Wochenverluste zu.


