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Gold durchbricht 4.900-Dollar-Marke – Silber auf Rekordhoch

Der Goldpreis hat am Donnerstag erstmals die Marke von 4.900 US-Dollar pro Unze überschritten. Auch Silber und Platin erreichten neue Rekordstände, angetrieben durch geopolitische Spannungen und einen schwachen Dollar.

Gold durchbricht 4.900-Dollar-Marke – Silber auf Rekordhoch

Der Goldpreis hat am Donnerstag einen historischen Meilenstein erreicht und kletterte erstmals über die Marke von 4.900 US-Dollar pro Unze. Der Kassapreis stieg auf ein Rekordhoch von 4.917,65 Dollar, während US-Gold-Futures zur Lieferung im Februar um 1,6 Prozent auf 4.913,40 Dollar zulegten. Der Preisanstieg wird durch eine Kombination aus geopolitischen Unsicherheiten, einem schwächeren US-Dollar und Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve befeuert.

Dollar-Schwäche treibt Edelmetalle

Der US-Dollar gab um 0,4 Prozent nach, was Gold für internationale Käufer attraktiver macht. "Geopolitische Spannungen, ein allgemein schwacher Dollar und die Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed sind allesamt Faktoren, die integraler Bestandteil des makroökonomischen De-Dollarisierungstrends sind", erklärte Peter Grant, Senior Metals Strategist bei Zaner Metals. Die Märkte rechnen mit zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in der zweiten Jahreshälfte, was die Attraktivität des keine Rendite abwerfenden Goldes zusätzlich erhöht.

Geopolitische Spannungen im Fokus

Zu den geopolitischen Unsicherheiten gehören die anhaltenden Spannungen um Grönland. US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe den vollständigen Zugang der USA zu Grönland im Rahmen eines NATO-Abkommens gesichert. Dänemark beharrte jedoch darauf, dass seine Souveränität über die Insel nicht zur Debatte stehe. Die NATO betonte die Notwendigkeit, das Engagement für die Sicherheit in der Arktis zu verstärken, um Bedrohungen durch Russland und China abzuwehren.

Silber und Platin mit Rekordpreisen

Neben Gold verzeichneten auch andere Edelmetalle beeindruckende Kursgewinne. Der Silberpreis erreichte ein Rekordhoch von 96,58 Dollar pro Unze. "Silber hat eine weitaus überzeugendere fundamentale Erzählung als Gold", sagte Nikos Tzabouras, Senior Market Analyst bei Tradu. Das Metall profitiere sowohl von Safe-Haven-Flüssen als auch von der Dollarschwäche. Platin stieg um 4,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 2.601,03 Dollar, während Palladium um 3,3 Prozent auf 1.900,59 Dollar zulegte.

Ausblick: 5.000 Dollar in Sichtweite

Experten sehen weiteres Aufwärtspotenzial für Gold. "Kurzfristige Rückschläge werden als Kaufgelegenheiten betrachtet. Wir haben das Niveau von 5.000 Dollar pro Unze in unmittelbarer Nähe gesehen, und darüber hinaus erscheint die Fibonacci-Projektion von 5.187,79 Dollar plausibel", fügte Grant hinzu. Die US-Wirtschaftsdaten zeigten derweil robuste Verbraucherausgaben im November und Oktober, was auf ein drittes Quartal in Folge mit starkem Wachstum hindeutet.

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