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Gold durchbricht 4.700-Dollar-Marke – Silber auf Allzeithoch

Edelmetalle erreichen neue Rekordstände: Gold klettert erstmals über 4.700 US-Dollar, Silber markiert bei 94,73 Dollar ein historisches Hoch. Geopolitische Spannungen und industrielle Nachfrage treiben die Preise.

Gold durchbricht 4.700-Dollar-Marke – Silber auf Allzeithoch

Die Edelmetallmärkte kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Am Dienstag durchbrach Gold im frühen Handel erstmals die psychologisch wichtige Marke von 4.700 US-Dollar und erreichte mit 4.717 Dollar einen neuen Höchststand. Eine Feinunze (31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls verteuerte sich zwischenzeitlich um ein Prozent.

Obwohl der Goldpreis das Tageshoch nicht halten konnte, notierte er am Nachmittag bei 4.711 Dollar und damit immer noch 0,9 Prozent im Plus. Auch Silber markierte mit 94,73 Dollar ein neues Allzeithoch, gab seine Gewinne im Tagesverlauf allerdings wieder ab und rutschte leicht ins Minus.

Geopolitische Krisen befeuern Nachfrage

Die Rekordjagd bei Gold hat handfeste Gründe: Geopolitische Unsicherheiten wie die angespannte Lage im Iran und die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Staaten im Grönland-Konflikt sorgen für Verunsicherung an den Märkten. Allein seit Jahresbeginn 2026 legte Gold bereits um mehr als neun Prozent zu.

Die Performance im Vorjahr war noch beeindruckender: 2025 verteuerte sich Gold um 65 Prozent – die stärkste Jahresperformance seit 1979. Damit etablierte sich das Edelmetall als eine der gefragtesten Anlageklassen überhaupt. Investoren weltweit setzen in unsicheren Zeiten auf den traditionellen sicheren Hafen.

Silber übertrifft Gold deutlich

Noch spektakulärer entwickelte sich Silber: Das weiße Edelmetall legte 2025 um fast 150 Prozent zu und konnte im laufenden Jahr bereits weitere 31 Prozent zulegen. Während Gold seit etwa einem halben Jahr kontinuierlich steigt, hat Silber insbesondere seit Anfang Dezember massiv an Fahrt aufgenommen.

Der Grund für die Outperformance liegt in der Doppelrolle von Silber: Einerseits profitiert es wie Gold vom Status als sicherer Hafen, andererseits ist es ein unverzichtbares Industriemetall. Die stark wachsende Nachfrage aus Zukunftsbranchen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und erneuerbare Energien treibt den Preis zusätzlich.

Ausblick für Anleger

Für Privatanleger stellt sich die Frage, ob die Rekordjagd weitergeht oder eine Korrektur ansteht. Experten verweisen auf die anhaltenden geopolitischen Risiken und die robuste industrielle Nachfrage bei Silber. Solange die politische Unsicherheit nicht abnimmt, dürfte die Nachfrage nach Edelmetallen hoch bleiben.

Anleger sollten jedoch beachten, dass Gewinne aus Edelmetallverkäufen in Deutschland unter bestimmten Umständen steuerpflichtig sein können. Bei Haltedauern unter einem Jahr greift die Spekulationsfrist, während nach zwölf Monaten Haltefrist Verkäufe steuerfrei sind.

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