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Globale Aktienfonds: KI-Boom treibt Zuflüsse auf Dreiwochenhoch

Starke Technologiegewinne und KI-Euphorie locken Anleger zurück – globale Aktienfonds verzeichnen 21,44 Milliarden Dollar Nettozuflüsse.

Globale Aktienfonds: KI-Boom treibt Zuflüsse auf Dreiwochenhoch

Die Stimmung an den globalen Kapitalmärkten hat sich in der Woche bis zum 3. Juni spürbar aufgehellt. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG Lipper flossen globalen Aktienfonds in diesem Zeitraum netto 21,44 Milliarden US-Dollar zu – der höchste Wochenwert seit dem 13. Mai. Treiber dieser Entwicklung waren robuste Quartalsergebnisse aus dem Technologiesektor sowie der anhaltende Enthusiasmus der Anleger rund um den Boom der Künstlichen Intelligenz (KI).

Besonders ins Auge stachen die Kursgewinne von Dell und HP, die in der vergangenen Woche um beeindruckende 42,6 Prozent beziehungsweise 7,1 Prozent zulegten. Ihre starken Ergebnisse beflügelten die gesamte Technologiebranche und trugen dazu bei, dass der MSCI World Index zu Beginn der Woche ein Rekordhoch von 1.138,3 Punkten erreichte. Dieser breite globale Aktienindex gilt als wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte.

Europäische Fonds mit stärksten Zuflüssen

Auf regionaler Ebene führten europäische Fonds das Feld klar an: Sie verzeichneten Nettozuflüsse von 11,16 Milliarden US-Dollar und damit mehr als die Hälfte der globalen Gesamtzuflüsse. US-amerikanische Fonds folgten mit 7,43 Milliarden Dollar auf dem zweiten Platz, während asiatische Fonds mit 760 Millionen Dollar deutlich geringere Zuflüsse verbuchen konnten.

Im Sektorvergleich dominierten Technologiefonds das Geschehen eindeutig. Anleger investierten netto 9,02 Milliarden US-Dollar in Fonds des Technologiesektors – ebenfalls der höchste wöchentliche Nettokauf seit dem 13. Mai. Auch die Sektoren Industrie sowie Metalle und Bergbau profitierten von der positiven Stimmung und verzeichneten Zuflüsse von 1,61 Milliarden beziehungsweise 747 Millionen Dollar.

Rentenfonds und Geldmarktfonds ebenfalls gefragt

Nicht nur Aktien, auch festverzinsliche Wertpapiere standen bei Anlegern hoch im Kurs. Globale Rentenfonds zogen 24,23 Milliarden US-Dollar an und verlängerten damit ihre Zufluss-Serie auf nunmehr neun Wochen in Folge. Besonders gefragt waren auf US-Dollar lautende mittelfristige Rentenfonds mit 3,13 Milliarden Dollar, kurzfristige Rentenfonds mit 2,89 Milliarden Dollar sowie Hochzinsanleihenfonds mit 2,53 Milliarden Dollar.

Noch deutlicher fiel das Bild bei globalen Geldmarktfonds aus: Sie verzeichneten Nettozuflüsse von 159,83 Milliarden US-Dollar – der größte wöchentliche Nettokauf seit dem 7. Januar. Dies deutet darauf hin, dass viele Anleger trotz der Risikofreude an den Aktienmärkten weiterhin einen erheblichen Teil ihres Kapitals in sicherere, liquide Instrumente lenken.

Gegenläufige Trends bei Gold und Schwellenländern

Weniger erfreulich verlief die Woche für Gold und andere Edelmetalle: Entsprechende Rohstofffonds verzeichneten Nettoabflüsse von 1,94 Milliarden US-Dollar, womit sich die Abfluss-Serie auf drei Wochen in Folge ausdehnte. Der Rückzug aus dem als sicherer Hafen geltenden Gold könnte als Zeichen gestiegener Risikobereitschaft der Anleger gewertet werden.

Auch Schwellenländer-Aktienfonds standen weiterhin unter Druck: Anleger trennten sich netto von Papieren im Wert von 2,42 Milliarden Dollar – bereits der sechste wöchentliche Nettoverkauf in Folge. Schwellenländer-Rentenfonds konnten hingegen Nettozuflüsse von 787 Millionen Dollar verbuchen. Die Daten basieren auf der Auswertung von insgesamt 28.972 Fonds durch LSEG Lipper.

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