Global Lithium wehrt sich gegen Übernahmeversuch
Australisches Unternehmen fordert Regierungshilfe wegen Einfluss chinesischer Investoren

Australiens Global Lithium Resources hat die Regierung um Unterstützung gebeten, um einen angeblichen Übernahmeversuch chinesischer Investoren bei seinem wichtigsten Vermögenswert zu verhindern. Das Unternehmen setzt auf ein Eingreifen der Behörden, nachdem das australische Takeovers Panel in der vergangenen Woche abgelehnt hatte, mögliche unrechtmäßige Verbindungen zwischen China-nahen Aktionären zu prüfen, die angeblich Kontrolle über das Manna-Lithium-Projekt in Westaustralien anstreben.
Das Management von Global Lithium fordert den australischen Schatzkanzler, der vom Foreign Investment Review Board beraten wird, dazu auf, die betroffenen Aktionäre zu zwingen, ihre Anteile zu reduzieren. Außerdem könnte der Schatzkanzler diese Aktionäre laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von Westaustralien daran hindern, bei der anstehenden Aktionärsversammlung ihr Stimmrecht auszuüben.
Die Entwicklung des Manna-Lithium-Projekts wurde Ende des vergangenen Jahres aufgrund eines anhaltenden Abschwungs auf dem Markt für Batterierohstoffe vorübergehend eingestellt. In regulatorischen Unterlagen behauptet das Unternehmen, dass Direktor Dianmin Chen mit einer Gruppe ausländisch verbundener Investoren, die zwischen 30 % und 40 % der Anteile halten, zusammenarbeitet, um die Kontrolle über den Vorstand und das Hauptvermögen des Unternehmens zu übernehmen.
Global Lithium unter der Leitung von Executive Chairman Ron Mitchell rät den Aktionären, Anträge zur Wiederwahl von Chen, zur Ernennung weiterer in China geborener Direktoren sowie zur Begrenzung des Vorstands auf drei Mitglieder abzulehnen. Mitchell wirft den betroffenen Aktionären eine nicht offengelegte Verbindung vor, die gegen australische Übernahmeregelungen und das Foreign Takeovers Act verstoßen könnte. Diese Vorwürfe wurden unter anderem an die Australian Securities Exchange, den Obersten Gerichtshof von Westaustralien und das australische Finanzministerium gemeldet.
Das Finanzministerium wollte sich aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zum Schutz von Informationen im Rahmen des Foreign Acquisitions and Takeovers Act von 1975 nicht zu Einzelfällen äußern. Auch das Takeovers Panel lehnte eine Prüfung ab, da die vorliegenden Beweise auf Druck von Aktionären hindeuteten, jedoch nicht auf eine koordinierte Kontrollübernahme.
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Zur AktienanalyseZu den größten Aktionären von Global Lithium zählen mit jeweils rund 10 % Anteil das australische Unternehmen Mineral Resources sowie Canmax Technologies, das vom chinesischen Milliardär Pei Zhenhua kontrolliert wird. Canmax und Mineral Resources gaben keine Stellungnahme ab. Auch der drittgrößte Aktionär, Liaoliang (Leon) Zhu von der Sincerity Group, strebt einen Sitz im Vorstand an, äußerte sich jedoch nicht weiter zu den Vorwürfen.


