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Gina Rineharts Hancock Prospecting setzt auf Rüstung, Gold und Seltene Erden

Australiens reichste Frau schichtet ihr 3,3-Milliarden-Dollar-Portfolio um – mit neuen Positionen in US-Rüstungskonzernen und Rohstoffen.

Gina Rineharts Hancock Prospecting setzt auf Rüstung, Gold und Seltene Erden

Hancock Prospecting, das Investmentvehikel der australischen Milliardärin Gina Rinehart, hat sein US-Portfolio im laufenden Jahr erheblich umstrukturiert. Das Unternehmen nahm im März Beteiligungen in den Bereichen Verteidigung, Gold und Seltene Erden neu auf, wie aus am Montag veröffentlichten Pflichtmitteilungen hervorgeht. Das Gesamtportfolio hat einen Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar.

Im Rahmen einer Portfolio-Umschichtung in Höhe von 133 Millionen US-Dollar investierte Hancock gezielt in führende US-Rüstungskonzerne. Neu aufgenommen wurden CrowdStrike, L3Harris, Lockheed Martin, Northrop Grumman sowie RTX – allesamt Schwergewichte der amerikanischen Verteidigungs- und Technologiebranche. Gleichzeitig beteiligte sich das Unternehmen am bedeutenden Goldproduzenten Newmont.

Neue Positionen in Seltenen Erden und Kupfer

Neben den Rüstungsinvestments erwarb Hancock Prospecting im laufenden Quartal eine Beteiligung von 6,3 Prozent an Rare Earths Americas, wie eine separate Pflichtmitteilung vom 14. Mai zeigt. Seltene Erden gelten als strategisch wichtige Rohstoffe, die für die Herstellung von Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und militärischer Ausrüstung unverzichtbar sind.

Beim kanadischen Kupferproduzenten Hudbay Minerals stockte Hancock seine bestehende Position um rund 10 Prozent auf. Kupfer ist ein zentraler Rohstoff für die Energiewende und die Elektrifizierung der Wirtschaft, was das Metall bei institutionellen Investoren zunehmend in den Fokus rückt.

Vollständiger Ausstieg aus Lithium-Investment SQM

Bemerkenswert ist der vollständige Verkauf aller Anteile am chilenischen Lithiumproduzenten SQM. Dies ist insofern auffällig, als Hancock gemeinsam mit SQM das Lithiumprojekt Andover in Australien entwickelt. Der Ausstieg aus der börsennotierten Beteiligung deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin, ohne dass die operative Zusammenarbeit zwingend beendet wird.

Die Kernpositionen des Portfolios blieben hingegen stabil. Der Technologie-ETF Invesco QQQ Trust sowie der US-Produzent Seltener Erden MP Materials machten Ende März zusammen 47 Prozent der gesamten Portfoliogewichtung aus, wie Berechnungen von Reuters ergaben. Diese beiden Positionen bilden damit weiterhin das Rückgrat der Anlagestrategie von Hancock Prospecting.

Hintergrund: Gina Rinehart und Hancock Prospecting

Gina Rinehart gilt als reichste Person Australiens und führt Hancock Prospecting, das ursprünglich als Bergbauunternehmen bekannt wurde. Das Unternehmen ist vor allem durch seine Eisenerzprojekte in der australischen Pilbara-Region bekannt. Mit dem aufgebauten US-Portfolio diversifiziert Rinehart ihr Vermögen zunehmend in internationale Kapitalmärkte und strategische Rohstoffe – ein Trend, der bei großen Rohstoffunternehmen weltweit zu beobachten ist.

Die jüngsten Investitionen in Rüstungsunternehmen spiegeln einen breiteren Markttrend wider: Angesichts gestiegener Verteidigungsausgaben in den USA und weltweit haben Aktien von Rüstungskonzernen wie Lockheed Martin und Northrop Grumman in den vergangenen Jahren deutlich an Wert gewonnen und stehen bei institutionellen Investoren hoch im Kurs.

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