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Gilead Sciences begibt neue Anleihe nach milliardenschweren Übernahmen

Der US-Pharmakonzern kehrt nach 18 Monaten Pause an den Anleihenmarkt zurück und plant bis zu vier Tranchen.

Gilead Sciences begibt neue Anleihe nach milliardenschweren Übernahmen

Gilead Sciences Inc. (NASDAQ: GILD) hat seine erste Anleiheemission mit Investment-Grade-Rating seit 18 Monaten gestartet. Der US-amerikanische Arzneimittelentwickler bietet Schuldverschreibungen in bis zu vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen zwei und acht Jahren an. Dies berichtet Bloomberg News unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Die ersten Preisgespräche für die Anleihe mit der längsten Laufzeit sehen eine Rendite von 0,8 Prozentpunkten über US-Staatsanleihen (Treasuries) vor. Der sogenannte Spread über Treasuries ist ein gängiges Maß für das Kreditrisiko eines Unternehmens gegenüber dem als risikolos geltenden US-Staatsanleihenmarkt. Je höher der Aufschlag, desto höher die wahrgenommene Risikoprämie für Investoren.

Die Erlöse aus der Emission sind für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. Dazu kann laut Gilead auch die Finanzierung von Akquisitionen und Investitionen gehören – ein Hinweis auf die aktive Übernahmestrategie des Konzerns.

Milliardenschwere Übernahmen als Treiber

Gilead gab zuletzt bekannt, dass das Unternehmen für das laufende Jahr aufgrund jüngster Übernahmevereinbarungen mit Belastungen in Höhe von 11,5 Milliarden US-Dollar rechnet. Diese erhebliche Summe verdeutlicht das Ausmaß der Expansionsstrategie, die der Konzern in jüngster Zeit verfolgt.

Zu den jüngsten Transaktionen gehört die im vergangenen Monat getroffene Vereinbarung zur Übernahme des deutschen Biotech-Unternehmens Tubulis GmbH. Diese Akquisition ist für deutsche Anleger besonders relevant, da sie zeigt, wie US-Pharmakonzerne gezielt in den deutschen und europäischen Biotechnologiesektor investieren. Gilead plant nach eigenen Angaben, diese Übernahme teilweise durch vorrangige unbesicherte Anleihen zu finanzieren.

Vorrangige unbesicherte Anleihen (englisch: Senior Unsecured Notes) sind Schuldtitel, die im Insolvenzfall gegenüber nachrangigen Verbindlichkeiten bevorzugt bedient werden, jedoch nicht durch spezifische Vermögenswerte besichert sind. Sie gelten als gängiges Finanzierungsinstrument für Großkonzerne mit starkem Kreditprofil.

Rückkehr an den Kapitalmarkt nach 18 Monaten

Zuletzt war Gilead im November 2024 am US-Markt für erstklassige Anleihen aktiv und nahm dabei 3,5 Milliarden US-Dollar auf. Die nun geplante Emission markiert damit die Rückkehr des Unternehmens an den Primärmarkt nach einer Pause von eineinhalb Jahren.

Die aktuelle Transaktion wird von drei renommierten Großbanken begleitet: Barclays Plc, Bank of America Corp. sowie Citigroup Inc. fungieren als Konsortialführer der Emission. Die Beteiligung dieser drei international führenden Investmentbanken unterstreicht das Volumen und die Bedeutung der geplanten Anleiheemission.

Für Anleger am deutschen Kapitalmarkt ist die Emission ein Signal, dass Gilead seine Wachstumsstrategie durch Fremdkapital weiter finanzieren will. Die hohen Übernahmekosten von 11,5 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr zeigen, dass der Konzern trotz der damit verbundenen Belastungen konsequent auf externe Wachstumspfade setzt.

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