Gilead forscht nach neuer Anwendung für Remdesivir
Das Medikament soll in Zukunft auch inhaliert werden können.

In einem offenen Brief sagt Daniel O'Day, Chairman & CEO von Gilead Sciences (GILD -2,5%), dass das Unternehmen diese Woche eine klinische Studie der Phase 1 starten wird, die eine inhalierbare Version von Remedesivir an gesunden Freiwilligen untersucht. Die Formulierung, die über einen Zerstäuber verabreicht wird, könnte möglicherweise die Anwendung ausserhalb des Krankenhauses zur Behandlung früherer Stadien von COVID-19 ermöglichen. Die Formulierung, die die FDA für den Notfalleinsatz bei schwerkranken COVID-19-Patienten zugelassen hat, wird intravenös verabreicht. Derzeit laufen Studien, in denen die IV-Version in ambulanten Einrichtungen wie Infusionszentren und Pflegeheimen getestet wird. Das Unternehmen erforscht auch das Potenzial von Remedesivir-Kombinationstherapien wie den JAK-Hemmer Baricitinib \[Eli Lilly's (LLY -0,2%) Olumiant\] und den IL-6-Hemmer Tocilizumab \[Roche's (OTCQX:RHHBY -0,3%) Actemra\]. Das Kortikosteroid Dexamethason ist angesichts der in der vergangenen Woche veröffentlichten positiven Daten eine weitere Aussicht. Die nächste Welle von Studien wird gefährdete Patientengruppen einschliessen, darunter Kinder, Schwangere und Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium. Was das Angebot betrifft, so rechnet das Unternehmen damit, dass bis Jahresende mehr als 2 Millionen und im nächsten Jahr "viele Millionen" mehr Behandlungskurse produziert werden.
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