Gericht vertagt Verfahren zwischen Petronas und Petros
Verhandlungen über Gasrechte in Sarawak sollen trotz Streit fortgesetzt werden

Der malaysische Energiekonzern Petronas hat bestätigt, dass die Gespräche mit der staatlichen Gesellschaft Petros aus dem Bundesstaat Sarawak nach einer gerichtlichen Vertagung fortgesetzt werden. Ein Gericht in Kuching, der Hauptstadt des Bundesstaates, stimmte dem Antrag beider Unternehmen zu, das Verfahren um einen Monat zu verschieben. Ziel ist es, die laufenden Verhandlungen zwischen den Parteien weiterzuführen und eine einvernehmliche Lösung zu erreichen.
Petronas teilte in einer Erklärung mit, dass die Gespräche mit Petros noch andauern und darauf ausgerichtet seien, die strittigen Fragen beizulegen. Details zu den Inhalten des Verfahrens wurden von dem staatlichen Energiekonzern nicht genannt. Auch auf Nachfragen zu weiteren Einzelheiten reagierte das Unternehmen zunächst nicht.
Lokale Medien berichteten, dass Petros eine Klage gegen Petronas eingereicht habe. Der Vorwurf lautet demnach, dass Petronas in Sarawak Erdgas ohne gültige Lizenz geliefert habe. Darüber hinaus fordere Petros eine gerichtliche Feststellung, dass die Zahlungsvorderung von 7,95 Millionen Ringgit, die Petronas auf Grundlage einer Bankgarantie erhoben habe, unrechtmäßig sei. Nach aktuellem Wechselkurs entspricht dies rund 1,9 Millionen US-Dollar.
Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Unternehmen ist nicht neu. Bereits seit dem vergangenen Jahr verhandeln Petronas und Petros über die Rechte zur Gasverteilung in Sarawak, bisher jedoch ohne Ergebnis. Im Mai hatte die Regierung des Bundesstaates ein Tochterunternehmen von Petronas beschuldigt, ohne die erforderliche Lizenz tätig zu sein. Diese Vorwürfe waren in offiziellen Mitteilungen von Petronas und durch Berichte der lokalen Presse bekannt geworden.
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Zur AktienanalyseDie jetzige Vertagung soll beiden Seiten weiteren Raum für Gespräche eröffnen. Mit Blick auf die komplexe Frage der Zuständigkeit für Gasrechte in Sarawak bleibt abzuwarten, ob eine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann oder ob die Verhandlungen erneut in eine Sackgasse geraten. Sicher ist bislang nur, dass die gerichtliche Auseinandersetzung in einem Monat fortgesetzt wird, falls es bis dahin keine Lösung geben sollte.


