Genmab-Aktie bricht ein: Phase-3-Studie verfehlt Ziel
Die Aktie des dänischen Biotech-Unternehmens Genmab verlor am Montag 5,9 Prozent, nachdem eine wichtige Krebsstudie einen entscheidenden Endpunkt verfehlte. Die Therapie zeigte zwar Verbesserungen, konnte aber nicht beim Gesamtüberleben überzeugen.

Die Genmab-Aktie (CSE: GMAB) verzeichnete am Montag deutliche Verluste von 5,9 Prozent. Auslöser war das Scheitern der Phase-3-Studie EPCORE DLBCL-1, die einen wichtigen sekundären Endpunkt nicht erreichte. Die Studie untersuchte das Krebsmedikament Epcoritamab bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL).
Studienergebnisse im Detail
An der Studie nahmen 483 Patienten mit R/R DLBCL teil, die für eine Hochdosis-Chemotherapie und Stammzelltransplantation nicht geeignet waren. Die Epcoritamab-Monotherapie wurde dabei mit Standard-Chemotherapie-Regimen verglichen. Während die Studie beim progressionsfreien Überleben (PFS) eine Verbesserung mit einer Hazard Ratio von 0,74 zeigte, verfehlte sie das Ziel beim Gesamtüberleben (OS) mit einer Hazard Ratio von 0,96 deutlich.
Positiv hervorzuheben sind Verbesserungen bei der Rate des vollständigen Ansprechens, der Dauer des Ansprechens und der Zeit bis zur nächsten Behandlung. Der bispezifische Antikörper, der subkutan verabreicht wird, zeigte ein konsistentes Sicherheitsprofil ohne unerwartete Nebenwirkungen.
Erste Phase-3-Studie ihrer Art
"Die EPCORE DLBCL-1-Studie ist die erste Phase-3-Studie, die eine bispezifische Antikörper-Monotherapie evaluiert und Verbesserungen beim progressionsfreien Überleben bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem DLBCL nachweist", erklärte Jan van de Winkel, CEO von Genmab. Dies unterstreicht die innovative Bedeutung der Untersuchung, auch wenn der primäre Endpunkt verfehlt wurde.
Weitere Schritte und Ausblick
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Zur AktienanalyseGenmab und der Partner AbbVie Inc planen nun Gespräche mit globalen Zulassungsbehörden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Epcoritamab hat bereits in mehr als 65 Ländern die Zulassung für bestimmte Lymphom-Indikationen erhalten. Die Unternehmen evaluieren das Medikament weiterhin über verschiedene Behandlungslinien und bei unterschiedlichen hämatologischen Krebserkrankungen.
Für 2026 werden Daten aus zwei weiteren Phase-3-Studien bei DLBCL-Patienten erwartet. Diese könnten zeigen, ob Epcoritamab in anderen Behandlungssettings bessere Ergebnisse erzielen kann. Anleger reagierten dennoch enttäuscht auf die aktuellen Studienergebnisse, was sich im deutlichen Kursverlust widerspiegelt.


