General Mills senkt Prognose drastisch: Aktie fällt um 3,6 Prozent
US-Lebensmittelkonzern erwartet deutlich schwächere Ergebnisse als ursprünglich prognostiziert – Konsumflaute belastet Geschäft

Die Aktien des US-Lebensmittelriesen General Mills sind am Dienstag im vorbörslichen Handel um rund 3,6 Prozent gefallen. Auslöser war eine deutliche Senkung der Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026. Das Unternehmen, bekannt für Marken wie Häagen-Dazs und Knack & Back, begründete den Schritt mit einer anhaltend schwachen Konsumstimmung und einer schleppenden Erholung der Verkaufszahlen.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet General Mills nun mit einem Rückgang des organischen Nettoumsatzes um 1,5 bis 2 Prozent. Die bisherige Prognose hatte noch eine Bandbreite von minus 1 bis plus 1 Prozent vorgesehen. Noch drastischer fällt die Korrektur beim Gewinn aus: Das bereinigte Betriebsergebnis und das bereinigte Ergebnis je Aktie sollen währungsbereinigt nun um 16 bis 20 Prozent sinken – zuvor war das Unternehmen von einem Rückgang zwischen 10 und 15 Prozent ausgegangen.
Volatile Märkte belasten Geschäft
Als Hauptgründe für die verschlechterten Aussichten nannte General Mills die "schwache Verbraucherstimmung, erhöhte Unsicherheit und erhebliche Volatilität" im Marktumfeld. Diese Faktoren hätten das Wachstum in den einzelnen Produktkategorien gebremst und das Kaufverhalten der Konsumenten negativ beeinflusst. Die Erholung der Absatzvolumen verlaufe langsamer und kostenintensiver als ursprünglich erwartet, so das Unternehmen.
CEO Jeff Harmening kündigte in einer Mitteilung im Vorfeld der Konferenz der Consumer Analyst Group of New York an, dass General Mills trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konsequent an seiner "Accelerate"-Strategie festhalte. Das Unternehmen habe "hart an der Transformation" gearbeitet und konzentriere sich weiterhin auf das sogenannte "Remarkability-Konzept", das die Wettbewerbsfähigkeit der Marken stärken soll.
Investitionen in Innovation und Digitalisierung
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Zur AktienanalyseDennoch setzt der Konzern weiterhin auf Wachstumsinitiativen. Die Führungskräfte hoben Investitionen in Markenattraktivität, verbraucherorientierte Innovationen und den Ausbau digitaler Kapazitäten hervor. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet General Mills einen Anstieg des Nettoumsatzes durch neue Produkte um etwa 25 Prozent. Die Free-Cashflow-Conversion soll bei mindestens 95 Prozent liegen – ein Zeichen dafür, dass das operative Geschäft trotz der Umsatz- und Gewinnrückgänge weiterhin solide Mittelzuflüsse generiert.
Die deutliche Prognosesenkung zeigt, wie stark auch etablierte Konsumgüterhersteller unter dem veränderten Kaufverhalten der Verbraucher leiden. In Zeiten hoher Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit greifen Konsumenten verstärkt zu günstigeren Eigenmarken oder schränken ihren Konsum ein – eine Entwicklung, die auch andere Branchengrößen wie Nestlé oder Unilever zu spüren bekommen.


