General Dynamics übertrifft Quartalsziele dank Marine und Luftfahrt
Starke Ergebnisse in den Segmenten Marine und Luftfahrt treiben Gewinn und Umsatz über die Erwartungen der Wall Street.

General Dynamics hat im ersten Quartal die Erwartungen der Wall Street sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz übertroffen. Als Haupttreiber erwiesen sich die Segmente Marinesysteme und Luftfahrt. Die Aktie des US-Rüstungskonzerns reagierte vorbörslich mit einem Kursanstieg von 7%.
Der Gewinn pro Aktie stieg im Quartal um 12% auf 4,10 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 3,68 US-Dollar deutlich. Der Gesamtumsatz für das am 5. April endende Quartal legte um 10,3% auf 13,48 Milliarden US-Dollar zu – gegenüber einer Konsensschätzung von 12,71 Milliarden US-Dollar. Die Daten stammen vom Finanzdienstleister LSEG.
Marinesysteme mit 21% Umsatzwachstum
Das Segment Marinesysteme verzeichnete einen Umsatzanstieg von 21% gegenüber dem Vorjahr. Treiber war ein kontinuierliches Produktivitätswachstum, während sich das Unternehmen schrittweise von Lieferkettenunterbrechungen und Arbeitskräftemangel erholt. Das Segment dürfte künftig weiter von der US-Verteidigungsbudget-Anfrage von Präsident Donald Trump profitieren: Für das Geschäftsjahr 2027 sind 1,5 Billionen US-Dollar vorgesehen, davon über 65 Milliarden US-Dollar für die Beschaffung von 18 Kriegsschiffen und 16 Unterstützungsschiffen. Diese sollen von General Dynamics und Huntington Ingalls Industries im Rahmen der Schiffbauoffensive des Pentagons gebaut werden.
Im Luftfahrtsegment, das unter der Marke Gulfstream Businessjets produziert, stieg der Umsatz um 8,4%. Die Sparte erhöht ihre Produktion im Zuge der Erholung der Lieferketten weiter, während das Aftermarket-Geschäft stabil bleibt. Die Quartalsauslieferungen stiegen auf 38 Flugzeuge, nach 36 im Vorjahreszeitraum.
Gulfstream-Zertifizierungen und politischer Druck
Die Auslieferungspläne im Luftfahrtbereich hängen maßgeblich von Zertifizierungsergebnissen ab. Anfang des Jahres zertifizierte die kanadische Behörde Transport Canada die Gulfstream-Flaggschiffe G700 und G800 sowie die kleineren Modelle G500 und G600 mit geringerer Reichweite. Die Zertifizierungen erfolgten, nachdem Präsident Trump mit Maßnahmen gegen den kanadischen Luftfahrtsektor gedroht hatte, da die Regulierungsbehörde seiner Meinung nach zu lange für die Zulassung der in den USA hergestellten Flugzeuge benötigte.
General Dynamics meldete zudem eine starke Auftragstätigkeit: Die Quartalsbuchungen fielen etwa doppelt so hoch aus wie die Abrechnungen, was den Auftragsbestand des Konzerns weiter erhöhte. Die Zunahme neuer Verträge verbesserte auch die Cash-Generierung spürbar.
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Zur AktienanalyseCashflow dreht deutlich ins Positive
Der operative Cashflow drehte von einem Abfluss von 148 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf einen Zufluss von 2,2 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow erholte sich von minus 290 Millionen US-Dollar auf knapp 2 Milliarden US-Dollar. Diese Verbesserung wurde maßgeblich durch einen Anstieg der Kundenanzahlungen um 764 Millionen US-Dollar getrieben.
Für deutsche Anleger ist General Dynamics als einer der größten US-Rüstungskonzerne relevant, der sowohl im Bereich Marinesysteme als auch in der zivilen Luftfahrt mit Gulfstream-Jets eine führende Marktposition einnimmt. Die starken Quartalszahlen und der wachsende Auftragsbestand unterstreichen die robuste Nachfrage im Verteidigungssektor, die durch die erhöhten US-Verteidigungsausgaben weiter gestützt werden dürfte.


