General Dynamics hochgestuft: U-Boot-Boom treibt Wachstumsaussichten an
Jefferies hebt Empfehlung auf „Buy" und erhöht Kursziel auf $400 – Marine Systems übertrifft Erwartungen deutlich.

Jefferies hat General Dynamics von „Hold" auf „Buy" hochgestuft und das Kursziel von $380 auf $400 angehoben. Als Haupttreiber nennt die Investmentbank die beschleunigte Nachfrage nach U-Booten der US-Marine sowie eine verbesserte Produktivität in den Werften des Rüstungskonzerns. Diese Faktoren positionierten General Dynamics für ein stärkeres Gewinnwachstum in den kommenden Jahren.
Im Mittelpunkt der optimistischen Einschätzung steht das Segment Marine Systems, das rund ein Drittel des Konzernumsatzes ausmacht. Im ersten Quartal legte der Umsatz dieses Bereichs im Jahresvergleich um beeindruckende 21% zu. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen selbst ein Wachstum von 3% bis 6%.
Milliardenschwere US-Marine-Investitionen als Rückenwind
Jefferies stützt seine positive Einschätzung auf den jüngsten Schiffbauplan der US-Marine. Dieser sieht zwischen den Geschäftsjahren 2027 und 2031 Mittel in Höhe von $125 Milliarden für die Beschaffung von U-Booten vor. Hinzu kommen Milliardenbeträge für die Modernisierung von Werften, Personalentwicklung und Produktivitätssteigerungen.
Laut Jefferies ebnen diese Investitionen den Weg für die jährliche Produktion eines U-Boots der Columbia-Klasse sowie zweier U-Boote der Virginia-Klasse. Beide Programme gelten als strategisch zentral für die US-Marine und sichern General Dynamics langfristig einen stabilen Auftragsbestand.
General Dynamics hat in den vergangenen zehn Jahren bereits mehr als $4 Milliarden in seine Electric-Boat-Werft investiert. In den nächsten fünf Jahren sind weitere $4 Milliarden geplant, begleitet von einem deutlichen Personalaufbau. Allein im Jahr 2026 sollen mehr als 8.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, um die steigende U-Boot-Produktion zu unterstützen.
Margenverbesserung und starker freier Cashflow erwartet
Jefferies prognostiziert für das Segment Marine Systems bis 2028 eine durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate von 6%, primär getrieben durch Atom-U-Boote. Gleichzeitig sollen sich die operativen Margen schrittweise verbessern:
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Zur Aktienanalyse- 2025: 7,0%
- 2026: 7,5%
- 2028: 7,8%
Diese Margenausweitung soll greifen, sobald die Produktivitätsgewinne aus den laufenden Investitionen in Personal und Infrastruktur vollständig wirksam werden.
Neben dem U-Boot-Geschäft verweist Jefferies auf die anhaltende Stärke bei den Auslieferungen von Gulfstream-Geschäftsreisejets als weiteren Ertragspfeiler. Schätzungen zufolge könnte General Dynamics im Jahr 2027 nach Abzug der Dividenden einen diskretionären freien Cashflow von rund $3 Milliarden generieren – ein Signal für erhebliches Potenzial bei Aktionärsrenditen.
Die Aktie schloss vor Veröffentlichung des Jefferies-Berichts bei $341,07. Gegenüber dem neuen Kursziel von $400 ergibt sich damit ein Aufwärtspotenzial von rund 17%. Für Anleger, die auf den langfristigen Ausbau der US-Verteidigungskapazitäten setzen, rückt General Dynamics damit verstärkt in den Fokus.


