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Gem Diamonds: Acht Premiumsteine bringen 16 Millionen Dollar ein

Trotz schwächerer Produktion steigert Gem Diamonds die Durchschnittspreise – außergewöhnliche Funde aus der Letšeng-Mine gleichen Mindermengen aus.

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Gem Diamonds: Acht Premiumsteine bringen 16 Millionen Dollar ein

Gem Diamonds (LON: GEMD) hat im ersten Halbjahr 2026 trotz eines herausfordernden Marktumfelds starke Ergebnisse erzielt. Der auf Afrika fokussierte Bergbaukonzern steigerte die durchschnittlichen Rohdiamantenpreise auf 1.395 US-Dollar pro Karat – ein Ergebnis, das maßgeblich durch außergewöhnlich große Funde aus der Vorzeigemine Letšeng in Lesotho getragen wurde.

Acht Diamanten erzielten dabei jeweils einen Verkaufspreis von mehr als einer Million US-Dollar und generierten zusammen einen Gesamtumsatz von 16,1 Millionen US-Dollar. Der höchste Einzelpreis lag bei beeindruckenden 32.908 US-Dollar pro Karat – erzielt für einen weißen Diamanten von 52,24 Karat.

Im Berichtszeitraum förderte das Unternehmen drei Diamanten mit einem Gewicht von jeweils mehr als 100 Karat. Darunter befand sich ein weißer Diamant von 346,99 Karat, dem der Name Lesotho Jubilee verliehen wurde – zu Ehren des 60. Jahrestages der Unabhängigkeit Lesothos am 4. Oktober. Dieser Stein soll laut Unternehmensangaben in der zweiten Jahreshälfte 2026 verkauft werden.

Planmäßige Umstellung drückt Karatmenge

Die geringere Produktionsmenge ist dabei kein Zeichen von Schwäche, sondern Ergebnis einer geplanten Umstellung im Minenplan. Die Menge des verarbeiteten Erzes stieg zwar leicht an, die Anzahl der gewonnenen Karat ging jedoch zurück, da sich der Abbau plangemäß auf die minderwertigere „Main Pipe" statt auf die hochwertigere „Satellite Pipe" konzentrierte. Das Unternehmen bereitet derzeit die nächste Erweiterung in der „Satellite Pipe" vor.

CEO Clifford Elphick zeigte sich dennoch zufrieden mit der Entwicklung: „Letšeng war mit seiner außergewöhnlichen Qualität und den Funden großer Diamanten weniger betroffen, wobei eine ermutigend starke Nachfrage zu einer Verbesserung der Preise im ersten Halbjahr 2026 führte." Gem Diamonds bestätigte zudem, dass alle operativen und finanziellen Kennzahlen innerhalb der Prognose für 2026 liegen.

Nischenproduktion als Schutzschild gegen Marktdruck

Die Ergebnisse von Gem Diamonds verdeutlichen die strukturellen Vorteile der Letšeng-Mine in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld. Der breitere Rohdiamantenmarkt steht unter erheblichem Druck durch die wachsende Konkurrenz synthetischer, im Labor gezüchteter Steine. Viele Minen, die kleinere Diamanten geringerer Qualität fördern, haben den Betrieb aufgrund schwacher Preise bereits eingestellt.

Letšeng hingegen profitiert von der anhaltenden Nachfrage nach seltenen, hochwertigen Diamanten im Premiumsegment. Diese Nischenpositionierung macht das Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber dem allgemeinen Preisverfall im Massenmarkt für Rohdiamanten.

Für den Rest des Jahres 2026 wird die Produktion ausschließlich aus der „Main Pipe" stammen. Investoren beobachten dabei aufmerksam, ob die erzielten Premiumpreise weiterhin die strukturell niedrigeren Erzgehalte dieser Abbauzone ausgleichen können – und ob der Lesotho Jubilee beim bevorstehenden Verkauf erneut Rekordpreise erzielen wird.

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