GE Aerospace zahlt Millionen mehr Steuern durch globale Mindeststeuer
Singapurs Umsetzung der internationalen 15-Prozent-Regelung kostet den US-Triebwerkshersteller jährlich 136 Millionen Dollar.

GE Aerospace muss aufgrund der neuen globalen Mindeststeuer deutlich höhere Abgaben in Singapur leisten. Der US-amerikanische Triebwerkshersteller verliert damit einen langjährigen Steuervorteil von 136 Millionen Dollar pro Jahr, wie aus den aktuellen Geschäftsberichten hervorgeht.
Der asiatische Stadtstaat hat 2024 eine Mindeststeuer von 15 Prozent eingeführt – als Teil eines internationalen Abkommens, dem sich 140 Länder angeschlossen haben. Zuvor profitierte GE Aerospace von einem speziell ausgehandelten niedrigeren Steuersatz, der dem Unternehmen in den Jahren 2023 und 2024 jeweils Einsparungen von 136 Millionen Dollar ermöglichte.
Die globale Steuerreform trat 2025 in Kraft und zielt darauf ab, Gewinnverlagerungen großer Konzerne in Niedrigsteuerländer zu unterbinden. Die Umsetzung verlief jedoch nicht reibungslos: Viele Länder kämpfen mit der praktischen Implementierung der komplexen Regelungen.
Politischer Druck aus den USA
Die Vereinigten Staaten setzten kürzlich Änderungen durch, um die Auswirkungen auf amerikanische Unternehmen abzumildern. Trotz dieser Nachbesserungen zeigen sich die finanziellen Folgen bereits deutlich in den Jahresabschlüssen betroffener Konzerne.
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Zur AktienanalyseFür GE Aerospace bedeutet die Steuerreform eine spürbare Mehrbelastung. Das Unternehmen, das auf der Dubai Air Show seine Triebwerke präsentierte, muss seine Steuerplanung grundlegend überarbeiten. Singapur galt bisher als attraktiver Standort für internationale Konzerne – auch wegen der niedrigen Steuersätze.
Die neue Mindeststeuer markiert einen Paradigmenwechsel in der internationalen Steuerpolitik. Experten erwarten, dass weitere Unternehmen in den kommenden Quartalen ähnliche Mehrbelastungen ausweisen werden, sobald mehr Länder die Regelungen vollständig umsetzen.


