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GE Aerospace übertrifft Gewinnerwartungen für 2026

Der Triebwerkshersteller profitiert von starker Nachfrage im Aftermarket-Geschäft. Die Aktie legte vorbörslich um fast 4 Prozent zu.

GE Aerospace übertrifft Gewinnerwartungen für 2026

GE Aerospace hat seine Gewinnprognose für 2026 über den Analystenerwartungen angesetzt und damit die Investoren überzeugt. Der US-Triebwerkshersteller erwartet einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 7,10 und 7,40 US-Dollar, während Analysten im Schnitt mit 7,11 US-Dollar gerechnet hatten. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von knapp 4 Prozent im vorbörslichen Handel.

Aftermarket-Geschäft als Gewinnmotor

Der Erfolg von GE Aerospace basiert maßgeblich auf dem lukrativen Ersatzteil- und Wartungsgeschäft. Mehr als 70 Prozent des Umsatzes mit kommerziellen Triebwerken stammt aus diesem Bereich. Die anhaltend hohe Reisenachfrage und die Rückkehr vieler Jets in den Betrieb treiben die Nachfrage nach Wartungsleistungen zusätzlich an.

"Wir starten mit einer soliden Dynamik in das Jahr 2026, um auf diesen Ergebnissen aufzubauen", erklärte CEO Larry Culp. Das in Ohio ansässige Unternehmen dominiert den Markt für Schmalrumpf-Triebwerke und verfügt über eine starke Position bei Großraumflugzeugen.

Starkes Wachstum im vierten Quartal

Für das vierte Quartal 2025 meldete GE Aerospace einen bereinigten Gewinn von 1,57 US-Dollar pro Aktie, deutlich über den 1,32 US-Dollar des Vorjahres. Der bereinigte Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 11,87 Milliarden US-Dollar. Für 2026 erwartet das Management einen Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Spannungen in der Branche

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung steht die Branche vor Herausforderungen. Triebwerksengpässe und Zuverlässigkeitsprobleme haben die Kosten der Fluggesellschaften in die Höhe getrieben. Viele Airlines wehren sich gegen höhere Preise, was zu wachsenden Spannungen zwischen Zulieferern und Carriern führt.

CFM International, ein Joint Venture von GE Aerospace und dem französischen Konzern Safran, erneuerte eine Vereinbarung mit globalen Fluggesellschaften, um den Wettbewerb auf dem Markt für Triebwerkswartung zu gewährleisten. Dies soll helfen, die Spannungen zu entschärfen und faire Marktbedingungen zu sichern.

Ausblick auf 2026

Für die Sparte kommerzielle Triebwerke und Dienstleistungen rechnet GE Aerospace mit einem Umsatzwachstum im mittleren Zehnerprozentbereich. Die Nachfrage nach neuen Flugzeugen übersteigt weiterhin das Angebot, da Fluggesellschaften weltweit von der robusten Reisenachfrage profitieren wollen. Diese Konstellation dürfte das Aftermarket-Geschäft auch mittelfristig stützen.

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