GDL kündigt längere Bahnstreiks an
Hintergründe und Verhandlungsdetails im Konflikt mit der Deutschen Bahn

GDL-Chef Claus Weselsky hat in einem aktuellen Zeitungsinterview neue und längere Bahnstreiks angekündigt, die ab dem 8. Januar 2023 zu erwarten sind. Dies bedeutet, dass sich Bahnreisende auf weitere Beeinträchtigungen im Zugverkehr einstellen müssen. Weselsky betonte jedoch, dass es sich nicht um einen unbefristeten Streik handeln werde, sondern vielmehr um längere Arbeitskämpfe, die die Bahn "in Maßen" bestreiken sollen, um das System zu belasten. Die GDL signalisiert somit Kompromissbereitschaft, da sie betont, nicht "auf ewige Zeiten" streiken zu wollen.
Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn hält bereits seit Wochen an. Der Hauptstreitpunkt ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Arbeitszeitverkürzung von 38 auf 35 Stunden pro Woche für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich. Die GDL verlangt zudem eine monatliche Gehaltserhöhung von 555 Euro und eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro. Die Bahn lehnt vor allem die Arbeitszeitverkürzung ab, was zu festgefahrenen Verhandlungen geführt hat.
Weselsky schlägt vor, die Wochenarbeitszeit schrittweise von 38 auf 35 Stunden bis zum Jahr 2028 zu verringern. Dies könnte ein möglicher Kompromiss sein, um den Konflikt beizulegen. Allerdings äußerte er sich auch kritisch über den Personalvorstand der Deutschen Bahn, Martin Seiler, den er als "Schauspieler" bezeichnete. Dies zeigt, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien nach wie vor schwierig sind.
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Zur AktienanalyseDie GDL-Mitglieder werden in einer Urabstimmung über weitere Arbeitskämpfe entscheiden. Die Ergebnisse sollen am 19. Dezember vorliegen, und Weselsky erwartet eine hohe Zustimmung für weitere Streiks. Bis zum 7. Januar sind jedoch keine Streiks geplant, was den Bahnreisenden zumindest vorübergehend etwas Entlastung verschafft. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Verhandlungen und die Streiks in den kommenden Wochen entwickeln werden, und ob es zu einer Einigung zwischen der GDL und der Deutschen Bahn kommen wird.


