GDL kündigt begrenzten Streik an
Tarifstreit mit der Deutschen Bahn: Details zu geplantem Arbeitskampf und Forderungen der Gewerkschaft

Die Lokführergewerkschaft GDL unter der Führung von Claus Weselsky hat in einem Zeitungsinterview ihre Pläne im laufenden Tarifstreit mit der Deutschen Bahn bekanntgegeben. Laut Weselsky wird die Gewerkschaft in Erwägung ziehen, einen Streik von drei bis maximal fünf Tagen durchzuführen. Dies erfolgt, nachdem die Mitglieder der GDL in einer Urabstimmung auch unbefristete Streiks gebilligt haben.
Weselsky betonte jedoch, dass die Gewerkschaft von unbefristeten Streiks Abstand nehmen werde, da sie die Auswirkungen auf die Kunden der Deutschen Bahn und die wirtschaftlichen Konsequenzen für inakzeptabel hält. Die geplante Streikdauer soll so gestaltet werden, dass sie die Interessen der Mitarbeiter wahrt, aber gleichzeitig nicht übermäßig auf die Passagiere und das Unternehmen selbst abfärbt. Somit wird es bis zum 7. Januar keinen neuen Ausstand der Lokführer bei der Deutschen Bahn geben.
Die Forderungen der GDL sind vielfältig und beinhalten die Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden pro Woche für Schichtarbeiter bei voller Lohnkompensation. Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft eine monatliche Lohnerhöhung von 555 Euro sowie eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro. Diese Forderungen sind die Hauptstreitpunkte in den laufenden Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der Deutschen Bahn.
In diesem Kontext hatte Weselsky zuvor mit einem Streik ab dem 8. Januar gedroht, sofern das Management der Bahn nicht bis dahin auf die Forderungen der Gewerkschaft eingeht. Dabei stehen die Arbeitszeitverkürzung, der Tarifvertrag für die Fahrdienstleiter und der Rahmentarifvertrag für die Fahrzeuginstandhaltung im Fokus der Verhandlungen.
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Zur AktienanalyseIn diesem Jahr haben die Lokführer bereits zweimal ihre Arbeit niedergelegt, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt hat. Ende November erklärte die GDL die Gespräche mit der Deutschen Bahn für gescheitert. Die nun angekündigten Streiks könnten erneut erhebliche Unannehmlichkeiten für Bahnreisende und das Unternehmen selbst mit sich bringen, sollte es keine Einigung in den Tarifverhandlungen geben.


